Nach Felssturz müssen Pendler zu Fuß über den Felbertauern

Matrei i. O. – Fünfzehn bis zwanzig Minuten zu Fuß gilt es ab heute für jene Osttiroler Tagespendler zu bewältigen, die nördlich des Felbert...

Matrei i. O. –Fünfzehn bis zwanzig Minuten zu Fuß gilt es ab heute für jene Osttiroler Tagespendler zu bewältigen, die nördlich des Felbertauern, also etwa im Salzburger Pinzga­u, ihren Arbeitsplatz haben. Denn seit eine gewaltige Gerölllawine die Felbertauernstraße auf rund 100 Meter verschüttet und zerstört hat, ist ihnen der übliche Weg per Auto in die Arbeit versperrt. „Wir haben gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Tirol eine Lösung gefunden“, erklärt der Matreier Bürgermeister Andreas Köll. „Ab Lien­z verkehrt ab dem 21. Mai ein Bus bis zum Matreier Tauernhaus, von dort müssen die Leute zu Fuß über einen zwei bis drei Meter breiten Rodelweg bis zum Südportal des Felbertauerntunnels hinaufsteigen. Dort wartet ein zweiter Bus, der sie nach Mittersill oder weiter bringt.“

Geeignet ist der Fußmarsch allerdings nur für Personen mit festem Schuhwerk und guter Kondition, abgesichert ist die Strecke nicht. „Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass jeder den Weg auf eigene Gefahr benützt“, so Köll.

Zwischen 500 und 800 Werktätige pendeln schätzungsweise täglich über den Felbertauern zur Arbeit. Laut dem Vorstand der Straßen AG, Karl Poppeller, soll die Strecke rund um den 8. Juni wieder einspurig befahrbar sein. Nach zwei erfolg­reichen Sprengungen laufen die Aufräumarbeiten auf Hoch­touren. (co)

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