Bettenpreise in Kitzbühel sehr stabil

Der Druck auf die Bettenpreise im Tourismus nimmt zu. Eurotours-Chef Dieter Toth sieht zu wenig Initiative der Betriebe.

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Die Sonne hoch am Himmel – die Preise tief im Keller. Der Tourismus in der Region kämpft vor allem im Sommer mit gefährlichen Mitteln. So manches Billig­angebot soll den Gast in die Region locken. Schuld an der negativen Preisentwicklung sind für viele die Discounter und die Online-Plattformen. Viel Kritik gibt es daher auch an der Firma Eurotours. Sie sei mit schuld an der Talfahrt der Preise.

„Solche Aussagen will ich nicht mehr kommentieren. Wenn man einmal über den Tellerrand hinausschauen würde, dann sieht man international eine klare Preisentwicklung“, sagt Dieter Toth, Chef der Firma Eurotours. Auch sieht er die Situation in der Region etwas anders. So sei vor allem die Stadt Kitzbühel sehr gut beim Preisgefüge. „Kitzbühel steht sehr gut da, hier ist der Preis sogar sehr hoch. Das große Problem ist aber, dass einige nur jammern und dabei ganz vergessen, dass sie die Dinge auch selber in die Hand nehmen müssen, um die Situation zu verändern“, sagt Toth. Österreich hätte sich in eine internationale Abhängigkeit begeben. Mit Tiscover hätte es hier gute Bestrebungen gegeben, aber diese Chance habe man aus der Hand gegeben. Somit sei man in Tirol und in Österreich ferngesteuert, wie Toth sagt.

Der Bettenpreis wird heute beim TT-Forum „Preisdumping im Tourismus. Kundenwunsch oder Hoteliers-Panik – wer ist schuld an den immer tieferen Preisen?“ diskutiert. Unter der Leitung von TT-Chefredakteur Mario Zenhäusern werden Dieter Toth, Spartenobmann Siegfried Egger, Kitzbühels Tourismusobfrau Signe Reisch und TVB-St. Johann-Geschäftsführer Gernot Riedel die Preise im Tourismus genau unter die Lupe nehmen. Beginn ist um 19.30 Uhr im Hotel Rasmushof in Kitzbühel.


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