Prozess gegen Julia Timoschenko beriets zum 20. Mal vertagt

Die ukrainische Oppositionspolitikerin blieb der Verhandlung wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes fern. Der Richter besteht jedoch auf ihre Anwesenheit.

Charkiw – Ein umstrittener zweiter Strafprozess gegen die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ist wegen der Abwesenheit der Politikerin erneut vertagt worden - zum 20. Mal. Die inhaftierte Oppositionsführerin teilte mit, aufgrund ihres Gesundheitszustands im ostukrainischen Charkow nicht an dem Verfahren wegen Steuerhinterziehung und Veruntreuung teilnehmen zu können.

Der Prozess wurde von Richter Konstantin Sadowski auf den 7. Juni verschoben, wie lokale Medien am Dienstag berichteten. Sadowski verlangte die Anwesenheit der 52-Jährigen. Die Verteidigung forderte hingegen die Einstellung des Verfahrens.

Julia Timoschenko wird seit mehr als einem Jahr in einem Charkower Krankenhaus unter anderem auch von Berliner Ärzten wegen der Folgen eines Bandscheibenvorfalls behandelt. Sie sitzt eine international umstrittene siebenjährige Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs ab. (dpa)

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