Wackers Abstiegskampf: „Sturm schlagen, dann erst rechnen“

Im letzten Saison-Heimspiel will bzw. muss der FC Wacker Innsbruck mit einem Sieg heute ab 20.30 Uhr im Tivoli gegen Sturm Graz die Abstiegskonkurrenten Wr. Neustadt und Admira unter Druck setzen.

Von Wolfgang Müller

Innsbruck –„Egal, wer heute gegen Sturm aufläuft, wir müssen gewinnen und somit Wr. Neustadt und Admira ordentlich Druck machen“, redet Roland Kirchler vor dem heutigen letzten Heimspiel ab 20.30 Uhr erst gar nicht lange um den heißen Abstiegsbrei. Die Zahlenspekuliererei ist für den Wacker-Coach – noch – kein Thema: „Zuerst Sturm schlagen, dann können wir zu rechnen beginnen.“ Die zuletzt gesperrten Martin Svejnoha, Daniel Schütz und Christian Schilling rücken wieder ins Aufgebot, auch Lukas Hinterseer ist wieder bei Kräften und Marco Kofler sowie Christoph Saurer meldeten sich auch fit. „Wenn ich meinen Kickern in die Augen schaue, die Leistungen der letzten Wochen beurteile, dann bin ich mir sicher, dass wir den Klassenerhalt auch schaffen“, wiederholt Kirchler gebetsmühlenartig. Wohlwissend, „dass wir immer noch Letzter sind“. Außerdem setzt der Wattener auf den „zwölften Mann“ im Tivoli: „Auf unsere Fans war in den letzten Wochen Verlass, sensationell, wie die uns unterstützt haben. Das brauchen wir auch heute gegen die Grazer.“ Knapp 5000 Karten waren gestern im Vorverkauf schon weg.

Einer, der zuletzt mit soliden Leistungen überzeugte, lässt erst gar keinen Zweifel aufkommen, wer heute nach dem Schlusspfiff mit erhobenem Haupt das Feld verlässt. „Es zählen nur drei Punkte und daher holen wir sie auch. So wie die Mannschaft trainierte, wie wir zuletzt aufgetreten sind, ist das keine Utopie, sehe ich uns einfach besser als Sturm“, meinte Verteidiger Thomas Bergmann optimistisch.

Was die heutige ohnehin schon schwere Aufgabe nicht gerade erleichtert? Die Grazer tankten zuletzt mit dem ersten vollen Erfolg in der Schopp-Amtszeit sowie nach drei Niederlagen in Folge sowie sieben Spielen ohne Sieg wieder Selbstvertrauen und stecken mitten im Kampf um einen Europa-League-Platz. „Wir bieten derzeit keinen Zauberfußball und müssen deswegen andere Mittel ergreifen“, war sich Schopp vor dem Tivoli-Auftritt bewusst.

Der 39-Jährige forderte deshalb von seinen Spielern die nötige Disziplin wie zuletzt im Ried-Spiel ein: „Wenn sich alle exakt an ihre Aufgaben halten, werden wir auch in Innsbruck als Sieger vom Platz gehen. Wir wissen, was uns in Tirol erwartet, die Innsbrucker werden von der ersten bis zur letzten Minute fighten.“ Für den Ex-Internationalen geht es im Saisonfinale auch um seine eigene Zukunft: „Ich habe einen Vertrag als Amateurtrainer, der bis Sommer 2014 läuft. Über meine Zukunft wird erst nach der letzten Meisterschaftsrunde gesprochen. Was natürlich auch von der Qualifikation für das internationale Geschäft abhängen wird. Um im Tivoli-Stadion erfolgreich zu sein, müssen die Grazer ihre Auswärtsmisere beenden, gab es doch zuletzt in der Fremde vier Niederlagen mit 0:10-Toren. Außerdem fehlt bei den Steirern der Brixentaler Andi Hölzl verletzungsbedingt.

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Wr. Neustadt:

ln der zweitklassigen Wr.-Neustadt-Arena herrscht heute Endspielstimmung. Sowohl Wolfsberg-Coach Nenad Bjelica als auch sein Widerpart Heimo Pfeifenberger hoben die vielleicht schon entscheidende Bedeutung der Partie im Kampf um den Europacup beziehungsweise gegen den Abstieg hervor.

Admira: Rekordmeister Rapid hat im Kampf um die beiden Europa-League-Qualifikations-Plätze als Dritter die klar besten Karten und will bereits heute in der Südstadt ein abschließendes „Finale gegen Ried vermeiden“. Was dem FC Wacker nur recht wäre.


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