Opposition kritisiert Finanzplanung

Die Erweiterung des Lanser Friedhofes sorgt für Diskussionen über die Finanzen der Mittelgebirgsgemeinde.

Von Thomas Buchner

Lans –Der Zuzug hält auch die Gemeinde Lans auf Trab. So ist es nun an der Zeit, die Erweiterung des örtlichen Friedhofs in die Wege zu leiten. Ein Routinebeschluss für den Gemeinderat – möchte man meinen. Aber vor allem die zwei Mandatare der Liste Lans 2010 nahmen den Antrag von BM Christian Meischl zum Anlass, ihren Unmut über die Finanzplanung in Lans kundzutun.

Dem Antrag von Meischl, dass er das Verhandlungsmandat zum notwendigen Grundkauf zur Friedhofserweiterung erhält, stimmen zwar alle Gemeinderäte zu, zu kritisieren gab es aber doch einiges. „Warum wurde die Friedhofserweiterung nicht in den ordentlichen Haushalt für heuer genommen und ist überhaupt genügend Geld da für die Erweiterung?“, will etwa GR Michael Socher wissen. Man hätte doch wissen müssen, dass der Friedhof zu klein wird, so Socher.

Vize-BM Benedikt Erhard von der Dorfliste ergreift hingegen Partei für BM Meischl. „Ein Grundkauf gehört sowieso in den außerordentlichen Haushalt“, so die Meinung von Erhard, der bekräftigt: „Genau dafür haben wir ja Rücklagen gebildet.“

Weitere Kritik kommt von GR Johannes Kopf (Lans 2010): „Wieso haben wir immer noch keinen mittelfristigen Finanzplan für die kommenden Jahre aufgestellt?“ Immerhin sei das schon bei einer Gemeinderatssitzung im vergangenen Herbst beschlossen worden – für ihn ist es höchste Zeit, diesen Plan aufzustellen, denn der „Verschuldungsgrad der Gemeinde Lans ist ja im letzten Jahr von 16 auf 24 % gestiegen“, so Kopf. Damit ist die Verschuldung zwar vergleichsweise gering, aber die Tendenz ist eindeutig.

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Meischl spielt den Ball an die Mandatare zurück: „Es muss nicht immer der Bürgermeister alle Anträge stellen. Ich lade euch ein, einen mittelfristigen Finanzplan zu erstellen, den wir dann im Gemeinderat diskutieren und abstimmen können.“

Die Kosten für den Grundkauf, der für die Friedhofs­erweiterung notwendig ist, belaufen sich auf insgesamt knapp 110.000 Euro. Meischl hat dafür vom Land Tirol eine Förderung von 60.000 Euro lukrieren können. Das freut nicht nur ihn, sondern bringt ihm auch Lob von seinem Vize ein: „Meischl hat da sehr gut verhandelt“, befindet dieser. Die Mandatare von Lans 2010 beruhigt das trotzdem nicht. Die Finanzgebarung von Lans werde immer undurchsichtiger – so der Befund der Opposition.


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