Trainierte tschechische Turnhalle

Für die kommenden drei Jahre modifiziert hat Skoda den geräumigen Superb Combi: Optisch ist er noch ansprechender, angetrieben wirkt er effizienter, in puncto Raumangebot bleibt er Spitzenathlet.

Von Markus Höscheler

Wien –Das Aktivitätsniveau der tschechischen VW-Tochter hinterlässt Eindruck: Skoda begann das Jahr mit der Einführung einer neuen Baureihe, die die bis dahin weit aufgerissene Lücke zwischen Fabia und Octavia füllte. Auf den Rapid, so der Name der Kompaktlimousine auf Polo-Basis, folgte die neueste Generation der Octavia-Schräghecklimousine. Die ist noch einmal kräftig gewachsen und basiert auf der Produktionstechnik des aktuellen VW Golf, dem modularen Querbaukasten (MQB). Diesem MQB entspringt zusätzlich der vor knapp drei Wochen in Kitzbühel vorgestellte Octavia Combi. Dessen Raumangebot erreicht Ausmaße, die nicht nur in der höher angesiedelten Mittelklasse Respekt verdienen, sondern auch in dem Segment darüber.

Aber dem nochmals großzügiger gestalteten Superb kann der Octavia weder als Limousine noch als Langheck das Wasser reichen, selbst wenn Skoda dem facegelifteten Marken-Flaggschiff nur ein geringfügiges Volumenwachstum zugesteht: Das Laderaum­angebot reicht von 633 bis 1865 Liter, jeweils 30 mehr als bisher ausgewiesen.

Vielmehr kümmerten sich Designer und Entwickler um Verfeinerungen, die nach gut fünf Jahren Marktpräsenz dem Superb Combi (und zusätzlich der Limousine, siehe Kasten unten) der zweiten Generation für weitere drei Jahre ein absatzreiches Wirken bescheren könnte. Wer sich Zeit nimmt und den facegelifteten Hüter großer Ladungen genauer beobachtet, der erkennt die Änderungen. Die schlagen sich im breiteren Kühlergrill und im neuen, farbigen Logo nieder. Sie zeigen sich darüber hinaus in veränderten Scheinwerfern und Heckleuchten in C-Anordnung. Auch die Motorhaube und die Hecktür erfuhren eine Linien-Erneuerung, die sich hinten mit der Etablierung von zwei Dreiecken offenbart. Wer sich für Bi-Xenon-Licht entscheidet, wird sich über integrierte LED-Tagfahrleuchten freuen. Und im fast schon hallenden Innenraum kommen neue Stoffe, Dekore sowie Lenkräder zum Tragen.

In technischer Hinsicht gibt es gleichfalls Adaptierungen: Auf Wunsch warnt der Driver Activity Assistant den Fahrer vor Übermüdung oder hilft das Adaptive Frontlight System (AFS) beim situationsgerechten Ausleuchten der Fahrbahn. Unabhängig von der Wahl der Fahrhilfen bietet bereits die Basisausstattung Active Airbags und das elektronische Stabilitätsprogramm ESP an, dazu elektrische Fensterheber vorne wie hinten, Nebelscheinwerfer und Klimaanlage. Eine Stufe darüber glänzt Ambition mit Klimaautomatik und elektrisch anklappbaren Außenspiegeln, Elegance hat außerdem die oben erwähnten Bi-Xenon-Scheinwerfer samt AFS an Bord, im Weiteren Komfortsitze und einen Regensensor.

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Umfangreich ist das Motorenangebot: Der Kunde kann wählen aus sieben Aggregaten, die zwischen 105 und 260 PS leisten. Am sparsamsten verhält sich die Green­Line-Version des Basisdiesels – er benötigt im EU-Testzyklus 4,3 Liter Treibstoff je 100 Kilometer. Für gewöhnlich handelt es sich um einen Fronttriebler, 4x4 lässt sich mit zwei Benzinern und zwei Dieseln kombinieren. Abseits eines manuellen Sechsgang-Handschalters gewährt Skoda die Verbindung mit Sechsgang- und Siebengang-Doppelkupplungsgetrieben, abhängig von der Wahl der Motoren. Den überarbeiteten Superb Combi bietet Skoda ab 26.700 Euro als 1.4 TSI mit 125 PS an, für den 105-PS-Diesel sind 27.780 Euro fällig.


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