Für Noch-Landesrat Pupp ist Reheis unbestrittener SP-Chef

Auch für den Fall, dass Gerhard Reheis in den Nationalrat wechsle, glaube der scheidende Natur- und Umweltschutzlandesrat Thomas Pupp nicht, dass es schwierig sei, die Partei auch von Wien aus zu leiten.

Innsbruck – Der scheidende Natur- und Umweltschutzlandesrat Thomas Pupp (S) hat dem geschäftsführenden Tiroler SP-Chef und Noch-LHStv. Gerhard Reheis den Rücken gestärkt. Dieser sei ein „unbestrittener Parteiobmann“, sagte Pupp der APA am Dienstag vor einer Parteivorstandssitzung in Innsbruck. Dies gelte auch für den Fall, dass Reheis - wie kolportiert - im Herbst in den Nationalrat wechsle. Er glaube nicht, dass es schwierig sei, die Partei auch von Wien aus zu leiten, meinte der Noch-Landesrat.

Ein Parteitag der Tiroler SPÖ solle „eher im Spätherbst“ stattfinden, so Pupp. Reheis war bisher noch nicht zum SPÖ-Landesparteivorsitzenden gewählt worden. Auf einem Parteitag im Februar wurde er lediglich zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl gekürt. Im vergangenen Jahr hatte er nach dem politischen Rückzug des damaligen Parteivorsitzenden Hannes Gschwentner die Spitze der Tiroler SP geschäftsführend übernommen.

Reheis hatte im Vorfeld des Parteivorstandes gegenüber erklärt, er wolle „selbstverständlich“ an der Spitze der Partei bleiben. „Ich verspüre großen Rückhalt und großes Vertrauen“, meinte er. Zu Gerüchten um einen angeblichen Wechsel in den Nationalrat sagte der 58-Jährige: „Meine Entscheidung steht schon lange fest. Ich werde sie dem Parteivorstand aber nicht über die Medien ausrichten.“

Die SPÖ hatte bei der Wahl am 28. April einen neuerlichen historischen Tiefstand erreicht. Die Sozialdemokraten verloren gegenüber dem Urnengang von 2008 1,74 Prozentpunkte und landeten mit 13,72 Prozent auf dem zweiten Platz. Die SPÖ wird mit fünf Mandaten im künftigen Landtag vertreten sein. (APA)


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