USA zweifeln Legitimität der Kandidaten für Wahl an

Außenministerium: Nicht gewählter Wächterrat benutzt vage Kriterien.

Teheran/Washington - Die USA haben die Auswahl der Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im Iran kritisiert. Der nicht durch das Volk legitimierte iranische Wächterrat habe auf Grundlage „vager Kriterien“ nur acht von fast 700 Kandidaten zugelassen, erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Patrick Ventrell, schriftlich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Diese Auswahl spiegle „wahrscheinlich nicht den Willen des iranischen Volkes wider“.

Der Wächterrat hat nach Angaben vom Dienstag sieben Konservative und nur einen dem Reformlager zugerechneten Politiker zugelassen. Nicht antreten durfte unter anderem der gemäßigte Ex-Staatschef Akbar Hashemi Rafsanjani. Er hatte mehrfach die Wirtschafts- und Außenpolitik des amtierenden Präsidenten Mahmoud Ahmadinejads kritisiert, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren darf. Ahmadinejads Nachfolger wird am 14. Juni gewählt. (APA/AFP)

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