Nigerias Militäroffensive gegen Extremisten: Amnestie für Frauen

Die Frauen müssen vor der Rückkehr in ihre Dörfer an einem Resozialisierungsprogramm teilnehmen.

Abuja – Nigerias Präsident Goodluck Jonathan hat die Freilassung aller Frauen angeordnet, die wegen Terrorismusverdachts im Gefängnis sitzen. Ziel sei es, Frieden im Land zu schaffen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Dienstag mit. Die Freigelassenen müssten aber erst an Programmen zur Resozialisierung teilnehmen, bevor sie in ihre Heimatorte zurückkehren dürften.

Nigerias Armee hatte in der vergangenen Woche eine Offensive gegen die radikalislamistische Sekte Boko Haram in den nordöstlichen Bundesstaaten Yobe, Borno und Adamawa begonnen. Zuvor hatte Präsident Jonathan den Ausnahmezustand über die Regionen verhängt. Die Armee will dem seit vier Jahren andauernden Terror der Gruppierung mit mindestens 2.000 Toten ein Ende bereiten.

Bei seinem Österreich-Besuch Anfang April erklärte der nigerianische Außenminister Olubenga Ashiru, dass seine Regierung dem Vormarsch der Terroristen durch Förderungen im Bildungssektor einen Riegel vorschieben wolle. Dank internationaler Unterstützung im Bereich Training von Polizei, Geheimdienst und anderen Behörden sei bereits „großer Fortschritt“ im Kampf gegen islamistische Tendenzen erzielt worden. (APA/dpa)


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