EU-Kampf für billigere Energie

Brüssel – Als Reaktion auf die Wirtschaftskrise will die EU Industrie und Konsumenten mit niedrigeren Energiepreisen unterstützen. Direkte E...

Brüssel –Als Reaktion auf die Wirtschaftskrise will die EU Industrie und Konsumenten mit niedrigeren Energiepreisen unterstützen. Direkte Eingriffe in die Preispolitik sind aber nicht vorgesehen. „Die Versorgung mit bezahlbarer und nachhaltiger Energie für unsere Volkswirtschaften ist äußerst wichtig“, heißt es in dem Entwurf der Abschlusserklärung des EU-Gipfels.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso rief die Staats- und Regierungschefs zum Handeln im Energiebereich auf. Es müsse alles getan werden, um Wettbewerb, Arbeitsplätze und Wachstum zu fördern, heißt es in der Gipfelerklärung. Die Industrie sei auf billigen Strom und Gas angewiesen. Noch heuer soll die Kommission eine Analyse über die Preistreiber vorlegen.

Das umstrittene Fracking, die Förderung von Schiefergas, war nur ein Randthema. EU-Kommissar Günther Oettinger betonte aber, man müsse sich die Option Fracking für ganz Europa bewahren. In Diplomatenkreisen hieß es, dass in der EU keine Schiefergas-Revolution bevorstehe. Während Gas für US-Firmen dank des dortigen Schiefergasbooms seit 2005 um 66 % billiger wurde, verteuerte es sich in Europa um 35 %.

Die EU-Staaten wollen nun bis 2014 einen Energie-Binnenmarkt schaffen, 2015 soll kein Land mehr vom Strom- und Gasnetz isoliert sein. Atomenergie soll auch 2030 noch so stark sein wie heute.

In Österreich sind die Preise für Haushaltsenergie im Februar laut Energieagentur gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2 % gestiegen. Im März war Energie um 1,5 % billiger. (APA)


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