Kommunalbetriebe drehen Löschwasser ab

90 Hydranten in Innsbruck werden für eine Überprüfung deaktiviert. Die Feuerwehr stockt ihre Flotte mit einem 10.000-Liter-Tankfahrzeug auf.

Von Sabine Kuess

Innsbruck –Aus zwei Hydranten in Innsbruck schoss wie berichtet in der vergangenen Woche das Wasser explosionsartig in die Höhe. Zweimal mussten Feuerwehr und die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) deshalb ausrücken. In der Trientlgasse wurden zudem Autos von herumfliegenden Steinen beschädigt. Jetzt ist klar: Es könnten 90 Unterflurhydranten in der Stadt defekt sein. Zur Sicherheit setzte die IKB die betroffenen Anlagen außer Betrieb.

Die Sicherheit der Stadt sei dadurch jedoch nicht gefährdet, beruhigt der zuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. Man habe Innsbrucks Feuerwehren über die eingeschränkte Versorgung durch die inaktiven Unterflurhydranten informiert. „Die Wasserzufuhr ist weiterhin gewährleistet und die Berufsfeuerwehr nimmt mehr Löschwasser mit“, sagt Kaufmann. Auch Innsbrucks Branddirektor Erwin Reichel versichert, dass im Fall eines „normalen Wohnungsbrandes“ genug Löschwasser vorhanden sei: „Bei Wohnungsbränden ist ein Tanklöschfahrzeug von 3000 Litern ausreichend. Zwei von dieser Größe führen wir immer mit“, sagt er. Zusätzlich fährt ab sofort noch ein weiteres Fahrzeug mit 10.000 Litern Füllmenge mit. „In Absprache mit den IKB kann man die ausgeschalteten Hydranten im Bedarfsfall auch wieder aktivieren“, betont Reichel. Ein Mitarbeiter der Wasserwerke werde im Einsatzfall in einer betroffenen Straße mitausrücken, versichert IKB-Fachbereichsleiter Robert Gschleiner. Die Unterflurhydranten bis zur Klärung des Problems außer Betrieb zu setzen, sei laut Branddirektor Reichel die „bessere Variante“, als darauf zu warten, dass erneut einer der Hydranten bricht.

Es sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, heißt es von Seiten der IKB. Betroffen seien jene Standorte, die von der gleichen Serie stammen. Die deutsche Herstellerfirma arbeitet mit den IKB an der Ursachenforschung. „Wir werden die Geräte mit Spezialisten und Materialexperten untersuchen, vor allem jene Teile, die kaputt gegangen sind, werden überprüft“, informiert Gschleiner über die weitere Vorgehensweise. Durch das Ergebnis könne man dann Rückschlüsse auf die Ursache ziehen und entscheiden, ob weitere Anlagen der betroffenen Serie ausgetauscht werden müssten.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren