Türkei vereitelte offenbar Anschläge auf syrische Flüchtlinge

In der Provinz Hatay wurden nach türkischen Angaben sechs Verdächtige festgenommen, die „Entführungen und Bombenanschläge auf Flüchtlingscamps“ geplant hätten.

Ankara – Die türkische Polizei hat nach offiziellen Angaben Anschläge auf Lager syrischer Flüchtlinge im Südosten des Landes verhindert. In der Provinz Hatay seien sechs Verdächtige festgenommen worden, die „Entführungen und Bombenanschläge auf Flüchtlingscamps“ geplant hätten, sagte Provinzgouverneur Celalettin Lekesiz am Mittwoch. Wann die Festnahmen erfolgten, ließ er offen, fügte aber hinzu, dass in der Angelegenheit weiter ermittelt werde.

Etwa 400.000 Menschen flohen inzwischen vor dem Bürgerkrieg in Syrien in die benachbarte Türkei. Rund die Hälfte von ihnen lebt in Flüchtlingslagern entlang der Grenze. Am 11. Mai wurden in der grenznahen Kleinstadt Reyhanli bei einem Doppelanschlag mit Autobomben 51 Menschen getötet. Zwölf Türken wurden festgenommen. Nach Überzeugung der Behörden standen sie in Verbindung mit dem syrischen Geheimdienst, was Damaskus bestritt. (APA/AFP)

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