Anti-Islam-Aktionen nach brutalem Angriff auf Soldaten in London

Der britische Muslimrat verurteilte das Verbrechen. „Nichts rechtfertigt diesen Mord.“

London - Nach der brutalen Tötung eines Soldaten vor einer Kaserne in London ist es in Großbritannien zu islamfeindlichen Aktionen gekommen. Ein 43-Jähriger wurde festgenommen, als er mit einem Messer in eine Moschee in der Hauptstadt eindrang, wie ein Abgeordneter auf Twitter berichtete. Ein zweiter Mann wurde wegen Verdachts auf rassistisch motivierte Sachbeschädigung im Südosten des Landes festgenommen.

Laut Augenzeugen hatten zwei junge Männer am Nachmittag einen mutmaßlichen Soldaten brutal ums Leben gebracht. Dabei soll unter anderem ein Fleischhauermesser eingesetzt worden sein. Bevor die Polizei die Angreifer anschoss und festnahm, riefen diese Passanten auf, sie zu filmen und zu fotografieren. Einer von ihnen rief: „Wir schwören bei Allah dem Allmächtigen, wird werden niemals aufhören, euch zu bekämpfen.“

Premierminister David Cameron sprach von „deutlichen Hinweisen auf einen terroristischen Akt“. Die Tat sei „schrecklich“ und „absolut widerwärtig“. Der Krisenstab der Regierung wurde nach dem Vorfall einberufen. Königin Elizabeth, die der Londoner Kaserne Ende Mai einen Besuch abstatten wollte, äußerte sich „besorgt“ über den Angriff, wie ein Palastsprecher mitteilte.

Der britische Muslimrat verurteilte das Verbrechen. „Nichts rechtfertigt diesen Mord. Barbarische Akte können in keiner Weise mit dem Islam entschuldigt werden“, hieß es in einem Statement. (APA/AFP)


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