Ferrari-Star Alonso hält Red Bull für schlechten Verlierer

Der RB9 sei nicht das „Superauto“, für das ihn die Bullen halten.

Monaco – Fernando Alonso hält Red Bull für einen schlechten Verlierer. Anders kann sich der Ferrari-Star die jüngste Kritik des österreichisch-englischen Teams an den Formel-1-Reifen nicht erklären. „Wenn du einige Jahre zu einfach gewinnst, dann tust du dir danach schwer damit, einige Rennen zu verlieren“, meinte Alonso vor dem Klassiker am Wochenende in Monaco.

Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel führt zwar die WM an. Red Bull hat aber die rapide abbauenden Pirelli-Reifen dafür verantwortlich gemacht, dass es zuletzt nicht so rund gelaufen ist wie gewohnt. Zuletzt in Barcelona verpassten die Bullen das Podest. Vettel sprach danach von einem „Griff ins Klo“ des Reifenlieferanten, Besitzer Dietrich Mateschitz davon, dass die Formel 1 nichts mehr mit Rennsport zu tun habe.

Silberpfeile für Alonso Favoriten

Das aggressive Design des RB9 beansprucht die sensiblen Pneus besonders stark. „Barcelona war ein gutes Rennen, aber nicht so gut für einige unserer Konkurrenten“, erinnerte Spanien-Sieger Alonso. „Einige dieser Konkurrenten behaupten, ein Superauto zu haben. Die letzten drei Pole Positions, wenn immer mit neuen Reifen gefahren wird, hat aber ein anderes Auto geholt.“ Nämlich Mercedes durch Lewis Hamilton und zuletzt zweimal durch Nico Rosberg.

Alonso hält die Silberpfeile auch in Monaco für den Favoriten. Von Red Bull dagegen ist der 32-fache GP-Sieger enttäuscht. „Man muss sie selbst fragen, was sie mit ihren Kommentaren gemeint haben“, sagte Alonso. Er hält die Formel 1 auch mit neuem Anforderungsprofil für spannend. In der WM fehlen dem 31-Jährigen derzeit 17 Punkte auf seinen führenden Dauerrivalen Vettel. In Monaco hat Alonso seit 2007 nicht mehr gewonnen, Ferrari sogar seit 2001 nicht mehr. (APA)

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