Mit „Silbi“ bläst Wattens wieder zur Titeljagd

Von Alex Gruber...

Von Alex Gruber

Wattens –Die Katze war schon aus dem Sack, wurde gestern im Wattener Alpenstadion inmitten des Wattener Vereinsvorstandes aber endgültig offensichtlich: Noch-Kufstein-Coach Thomas Silberberger wurde bei der WSG als neuer Vollprofi-Trainer für die kommenden zwei Jahre (plus Option) präsentiert.

„Die Entscheidung des Vorstandes war einstimmig, kurz und prägnant“, sprach Obmann Klaus Haim, um gleichzeitig das Interimsduo Robert Wazinger und Hermann Steinlechner sowie Kufstein-Präsident Herbert Gartner für die salomonische Abwicklung und Verdienste im Tiroler Fußball zu loben: „Ich kann seine Erregung verstehen, denn er hat einen Trainer und Freund verloren, der über Jahre sehr gute Arbeit gemacht hat. Gartner hat viel für den Kufsteiner und Tiroler Fußball geleistet. Wir wollen, dass auch der FC Kufstein stark bleibt.“

In erster Linie untermauerte der gestrige Amtsantritt von Silberberger in der Kristallweltenmetropole aber wieder einmal eindrucksvoll, wo hinter/neben dem FC Wacker der Hammer im Tiroler (Amateur-)Fußball in Wirklichkeit hängt. Deswegen war es für Silberberger auch keine Frage, dem Ruf der WSG zu folgen: „Wenn Wattens fragt, ist man ganz klar interessiert. Die WSG ist einer wenn nicht der bestgeführte Amateurklub Österreichs. Ich hoffe, ich kann den Vorschusslorbeeren gerecht werden.“ Persönlich diente sich „Silbi“ wie schon als Spieler jetzt auch auf der Trainerbank vom Amateur zum Profi hoch, das Cupfinale mit Kufstein (das vierte in seiner Amtsperiode beim FC Kufstein) soll noch den ruhmreichen Abschied aus der Festungsstadt bringen.

„Es war sofort klar, dass er das bei uns machen will und es ist in aller Offenheit klaglos über die Bühne gegangen. Er hat in seinen sechs Jahren in Kufstein bewiesen, dass er erfolgreich ist und mit dem Team kommunizieren kann. Silberberger ist als Tiroler Lösung ein Goldgriff“, freut sich auch Sportboss Robert Auer über eine neue Trainerära.

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Der Wattener Zukunftsplan – „Wir wollen wieder Westliga-Meister werden“ – hängt natürlich vom Bundesliga-Schicksal des FC Wacker mit Ex-WSG-Coach Roli Kirchler ab. „Wenn sie die Liga halten, ist das meisterlich“, sagt Haim. Im Wissen, dass ein Wacker-Abstieg in Sachen Personal die WSG schwächen würde.


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