Nissan ruft weltweit 840.000 Autos zurück

Der zweitgrößte japanische Autokonzern Nissan ruft weltweit mehr als 840.000 Autos wegen eines Problems mit dem Lenkrad in die Werkstätten zurück. Betroffen seien der Kleinwagen Micra und der Minivan Cube, die zwischen 2002 und 2006 in Japan und Großbritannien gebaut worden seien, teilte eine Unternehmenssprecherin am Donnerstag in Tokio mit.

„Es könnte sein, dass ein Bolzen nicht richtig angezogen worden ist, und im schlimmsten Fall könnten diese Autos nicht richtig gefahren werden“, erklärte sie. Die Fahrzeuge würden in den Werkstätten kostenlos überprüft. Ein Unfall wegen des fraglichen Lenkradproblems sei dem Unternehmen bisher aber nicht gemeldet worden, sagte die Sprecherin. Die betroffenen Modelle wurden laut Nissan in Europa, Afrika, im Nahen Osten, Asien und Lateinamerika verkauft.

Von Nissan Österreich hieß es auf APA-Anfrage, man habe noch keine Zahlen zu Österreich. In Deutschland seien mehr als 66.500 Micra betroffen, die zwischen 2002 und 2006 in Großbritannien gebaut wurden, sagte ein Firmensprecher.

Erst im April hatte Nissan wegen Problemen mit Airbags weltweit 480.000 Autos zurückgerufen. Der schwache Yen hatte dem Unternehmen zum Jahresanfang aber einen Gewinnsprung beschert und auch Geld in die Kassen seines europäischen Partners Renault gespült.


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