Auf der Flucht vor dem Stress

Der Urlaub wird immer öfter zum Mittel, um Burn-out vorzubeugen – eine Folge des steigenden Drucks in der Arbeitswelt.

Wien –Ein- bis zweimal jährlich Urlaub machen: Das ist für die meisten Österreicher seit Jahren Realität. Was sich allerdings geändert hat, sind die Motive, warum und wohin man verreist. Denn der wachsende Druck in der Arbeitswelt macht aus den freien Tagen immer mehr das unverzichtbare Gegengewicht zum Burn-out-Syndrom. Gleichzeitig verstärkt die zunehmende „Virtualisierung“ am Arbeitsplatz den Wunsch, im Urlaub das „authentische Erlebnis“ zu finden. Das bestätigt die aktuelle Reisestudie, die im Auftrag der Europäischen Reiseversicherung durchgeführt wurde, in deren Rahmen rund 1000 Österreicher über ihre Urlaubsgewohnheiten befragt wurden.

Für fast 90 Prozent der Befragten ist die „Work-Life-Balance“ – die Ausgewogenheit von Arbeit und Erholung – wichtig, für die Frauen mehr, für Menschen im Pensionsalter ab 60 naturgemäß weniger. Dass der Arbeitsstress in den letzten Jahren stark zugenommen hat, empfinden 56 Prozent der 40- und 50-Jährigen, in der Altersgruppe der Führungskräfte sind es sogar 68 Prozent. Dementsprechend ist für über 80 Prozent der Urlaub wichtiger bis unverzichtbar geworden.

Auf die Frage, welche Reisemotive bis 2020 zunehmen würden, führen fast 80 Prozent „Gegensteuern gegen das Burn-out-Syndrom“ an. Am häufigsten ist dies bei den 40- bis 50-Jährigen, die auch den stärksten Arbeitsstress verspüren. Über 60 Prozent wünschen sich das „soziale Reiseerlebnis“, den Urlaub mit Familie oder Freunden, mehr als die Hälfte suchen das „authentische Erlebnis“ als Gegengewicht zur „virtuellen Erlebniswelt“. (APA)


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