Generalstabschef: Golan-Einsatz nicht für Wahlkampf geeignet

„Davonrennen gibt es bei uns nicht“, erklärte der neue Generalstabschef Commenda.

Wien/New York/Damaskus – Generalstabschef Commenda hat vor einem Missbrauch des Golan-Einsatzes im bevorstehenden Wahlkampf gewarnt. „Das haben sich die Soldaten nicht verdient.“ An einen Abzug der Truppe denkt er nicht. „Wir Soldaten bleiben, solange man uns braucht. Davonrennen gibt es bei uns nicht“, so Commeda.

Sollte es tatsächlich zu einem Ende der jahrzehntelangen Mission kommen, sei das eine Entscheidung der Politik. Die Gefahrenlage sei keine Frage, die sich das Militär stelle. Für das Militär gebe es daher auch keine rote Linie, ab der man die Mission nicht mehr erfüllen könne. Diese Entscheidung treffe die Politik. Commenda hofft jedenfalls, dass der Einsatz am Golan weitergeführt wird und sein im nächsten Jahr bevorstehendes 40-jähriges Jubiläum erreicht.

Auf den Golan-Höhen zwischen Syrien und Israel sind rund 1000 UN-Soldaten stationiert, um den schmalen Grenzstreifen zu kontrollieren. 380 von ihnen stammen aus Österreich. Die Kämpfe in Syrien greifen zunehmend auf diese Grenzregion über. Die UNO-Soldaten wurden beschossen und sogar entführt. Andere Länder wie Japan und Kroatien haben wegen der zunehmenden Gewalt ihre UN-Soldaten bereits abgezogen. Soldaten aus Österreich, Indien und den Philippinen sind noch dort stationiert. Sollte sich Österreich ebenfalls zu einem Rückzug entschließen, könnte die gesamte UN-Mission gefährdet sein. (APA)


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