Oxfam warnt vor Waffenlieferungen nach Syrien

Die Hilfsorganisation fürchtet „verheerende“ Folgen.

Damaskus/London – Die Hilfsorganisation Oxfam hat die EU eindringlich vor einer Lockerung des Waffenembargos gegen Syrien gewarnt. Wenn die EU-Außenminister kommende Woche über das heikle Thema beraten, müssten sie eine Verschärfung des Embargos beschließen, erklärte Oxfam am Freitag. Denn die Lieferung von Waffen in das Bürgerkriegsland könne „verheerende Folgen“ haben, sagte die Waffenkontrollexpertin der Gruppe, Anna Macdonald.

„Es gibt keine einfachen Antworten um das Blutvergießen zu stoppen, aber Waffen zu liefern ist bestimmt keine Antwort“, sagte sie. Frankreich und Großbritannien dringen seit Monaten darauf, die Aufständischen im Kampf gegen Machthaber Bashar al-Assad ausrüsten zu können. Österreich ist dagegen und hat mit dem Abzug seiner UNO-Truppen vom Golan im Falle einer Aufhebung des Embargos gedroht. Auch aus Sicht von Oxfam wäre dies „unverantwortlich“, denn es könne den Konflikt weiter anfachen und Leben kosten. „Die Diplomatie sollte Vorrang haben.“

Dem Bürgerkrieg sind seit Beginn der Aufstände vor zweieinhalb Jahren mehr als 90.000 Menschen zum Opfer gefallen. Die Kontaktstaatengruppe „Freunde Syriens“ aus elf europäischen und arabischen Staaten und den USA hatten Assad am Donnerstag gedroht, sollte er den Weg zu einer diplomatischen Lösung nicht freimachen, werde die Opposition stärker unterstützt. Im Juni soll eine internationale Friedenskonferenz in Genf die Weichen zur Bildung einer Übergangsregierung stellen. (APA/AFP)

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren


Schlagworte