Netzwerk soll Naturschutz in Gemeinden stärken

Die neun Naturparkgemeinden sind nun Teil des Netzwerks „vielfaltleben“. Es verbindet 109 aktive Partner in ganz Österreich.

Von Matthias Reichle

Gacher Blick –Vor 15 Jahren wurde der Naturparkverein Kaunergrat aus der Taufe gehoben. Neun Gemeinden und drei Tourismusverbände ziehen seither an einem Strang. Nun wurde das regionale Netzwerk in einen größeren Kontext gestellt. Fließ, Kaunertal, Kauns, Kaunerberg, Faggen, Wenns, Arzl, St. Leonhard und Jerzens sind nun dem Artenschutz-Gemeindenetzwerk „vielfaltleben“ beigetreten.

Sie sind damit die ersten in Tirol, die Mitglied im Projekt des Naturschutzbundes und des Lebensministeriums sind.

„Es ist eine logische Weiterentwicklung der Vereinstätigkeit“, betont Geschäftsführer Ernst Partl. Das Netzwerk macht sich zur Aufgabe, den Gemeinden bei Umweltprojekten beratend unter die Arme zu greifen, erklärte Stefanie Glantschnig, Naturschutzbund. Die Gemeinden könnten voneinander lernen und gemeinsam Projekte entwickeln. Derzeit gibt es 109 aktive Partner.

Wie gut die Zusammenarbeit im Naturparkverein funktioniert, zeigte Partl am Beispiel der Neophytenbekämpfung. Im vergangenen Jahr hat man damit begonnen, eingeschleppte Pflanzen wie das Springkraut aus der Naturparkregion zu entfernen. Begonnen wurde in der Arzler Pitzeklamm. Heuer wird das Projekt in Fließ fortgesetzt, betont Projektleiterin Lisi Falkeis. Der Naturpark hat damit eine Vorreiterrolle in Tirol übernommen.

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Einen Rückblick auf 15 Jahren Naturparkverein gab der Kaunertaler Bürgermeister Pepi Raich: „Ich bin vom Saulus zum Paulus geworden. Ich war bei der Gründung skeptisch, jetzt bin ich restlos begeistert.“

„Wir hatten von der ersten Stunde an Führungskräfte, die mit voller Kraft dahintergestanden sind“, betonte auch der St. Leonharder Bürgermeister Rupert Hosp.


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