SPÖ zeigt Dörfler erneut wegen Umfahrung Bad St. Leonhard an

Die Mehrkosten für eine Brücke von 1,4 Millionen Euro wurden von Dörflers Verkehrsreferat bezahlt. Klubchef Seiser sieht einen Verdacht auf illegale Parteienfinanzierung.

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Klagenfurt - Die Kärntner SPÖ wird in der kommenden Woche erneut eine Sachverhaltsdarstellung gegen den früheren Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) wegen angeblicher Ungereimtheiten beim kostspieligen Bau der Umfahrung von Bad St. Leonhard (Bezirk Wolfsberg) einbringen. Beim Bau einer Brücke für die Umfahrung seien die Kosten um 1,4 Millionen Euro gestiegen. Dörflers Verkehrsreferat habe ohne Beanstandung bezahlt, obwohl die verrechneten Leistungen teilweise nicht nachgewiesen wurden bzw. nicht der Ausschreibung entsprachen. SP-Klubchef Herwig Seiser sieht einen Verdacht auf illegale Parteienfinanzierung.

Das Nachrichtenmagazin „profil“ hatte am Samstag vorabberichtet, dass die Kosten für den Bau der „Lavantbrücke“ von 2,3 auf 3,7 Millionen Euro gestiegen waren. Weder Dörfler noch die ausführende Baufirma „Massivbau“ hatten zu den Vorwürfen Stellung genommen.

Seiser sagte in einer Aussendung am Samstag, dass der Verdacht der illegalen Parteienfinanzierung bei dem Projekt immer schon im Raum gestanden habe. Zunächst wollte er das Ergebnis einer Endprüfung des Landesrechnungshofs abwarten. Nun erstelle er aber eine Anzeige auf Basis des „profil“-Berichts. (APA)


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