Austritt von Radioaktivität in japanischem Labor

Vier Forscher wurden den Angaben zufolge auf Strahlenbelastung untersucht.

Tokio - In einem Nuklearforschungslabor in Japan ist bei einem Experiment Radioaktivität ausgetreten. 55 Menschen seien von dem Zwischenfall betroffen, keiner aber einer hohen Strahlenbelastung ausgesetzt gewesen, teilte die japanische Atomenergiebehörde JAEA am Samstag mit.

Eine Strahlenbelastung außerhalb der Anlage werde nicht erwartet, hieß es. Die JAEA betreibt das Labor.

Der Unfall ereignete sich demnach bereits am Donnerstag in einem Nuklearphysiklabor in Tokaimura im Norden Japans. Dort war es bereits früher zu zwei Strahlenunfällen gekommen.

Vier Forscher wurden den Angaben zufolge auf Strahlenbelastung untersucht, es sei aber nur ein Höchstwert von zwei Millisievert gemessen worden. Die Grenze für Arbeiter in der Atomindustrie liegt grundsätzlich bei 100 Millisievert über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Ursache für den Unfall war eine Überhitzung von Instrumenten, durch die radioaktives Gold verdampfte. In der Meinung, das Leck sei unter Kontrolle, betätigten die Wissenschafter anschließend die Lüftung und verbreiteten die Strahlung so im Labor. Weil kein Strahlungsaustritt vermutet wurde, sei der Zwischenfall auch nicht sofort gemeldet worden, hieß es seitens der Atombehörde. (APA/sda)


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