Faymann gegen „Einmischung“ Stronachs in die Politik

Kanzler verteidigte im Gespräch mit Jugendlichen Gewerkschaften und bekräftigte Forderung nach Verlängerung der Bankenabgabe.

Wien - Auch Bundeskanzler Werner Faymann (S) hat nun die Attacken von Parteigründer Frank Stronach auf die Sozialpartnerschaft heftig kritisiert. „Was wir brauchen, sind die Gewerkschaften und nicht launische Milliardäre, die sich in die Politik einmischen“, sagte der SPÖ-Obmann am Samstag bei einer Diskussion mit Jugendlichen. Zudem bekräftigte Faymann seine Ansage, die Bankenabgabe verlängern zu wollen.

Mehr als 300 Jugendliche waren laut SPÖ-Pressedienst zu einem „Frühstück mit dem Kanzler“ ins Wiener Museumsquartier gekommen. Motto der Veranstaltung: „Eure Zukunft! Mein Auftrag!“ Eingangs betonte Faymann, wie „stolz und froh“ er sei, dass sich so viele Zeit genommen hatten. Abermals stand das Thema Beschäftigung im Vordergrund. Ziel sei es, „die, die sich Sorgen um die Milliardäre machen, in den Hintergrund zu drängen und die in den Vordergrund zu stellen, die etwas gegen die unmenschliche und unvorstellbare Arbeitslosigkeit in Europa tun“.

Auch einen ganz speziellen Milliardär sprach der Kanzler an: „Was Stronach in der Politik geleistet hat, ist wenig und verzichtbar“, lies er in Richtung Neo-Partei ausrichten. „Ich kann euch versprechen: Wir stehen auf der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, der sozialen Gerechtigkeit“, stärkte Faymann den angegriffenen Gewerkschaften den Rücken. „Das ist unsere Seele, unser Herzstück, das hat das Land groß gemacht. Nicht die Spekulanten, die in die Steuertöpfe greifen wollen.“

Angesichts der „Milliarden-Schäden, die Hypo und die FPÖ Kärnten“ angerichtet hätten und die Republik als „Feuerwehr“ eingreifen musste, sagte der Kanzler: „Unser hart verdientes Steuergeld ist zu schade, um irgendwelche Bankenflops zu bezahlen. Das soll der Bankensektor selber leisten, dafür sind die Bankenabgabe und die Finanztransaktionssteuer da.“ Wo immer die FPÖ regiert oder mitzureden hatte, sei „ein Scherbenhaufen geblieben, der die Gerichte beschäftigt“. (APA)


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