Garantie fällt bei Handys oft ins Wasser

Feuchtigkeit ist laut Konsumentenschützern oft zweifelhafter Ausschlussgrund für Gewährleistungsansprüche.

Wien –Mit dem Argument, das Mobiltelefon sei offensichtlich nass geworden, werden Handynutzer laut Konsumentenschützern häufig vorschnell um ihre Gewährleistungs­ansprüche gebracht. Sich dagegen zu wehren, sei unwirtschaftlich, da ein Gegengutachten den Preis eines Smartphones schnell übersteigen kann. Bei defekten Handy­s, die im Vertrauen auf die Gewährleistung an die Service­stelle gesandt werden, flattere den Besitzern eine Rechnung über 30 bis 40 Euro ins Haus, mit dem Vermerk, dass ein irreparabler Feuchtigkeitsschaden vorliege, der weder von der Gewährleistung noch von der Garantie gedeckt ist. Der Rechnungsbetrag wird als Bearbeitungsgebühr eingehoben. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat von Februar 2012 bis vergangenen April rund 170 solcher Berichte von verärgerten Kunden gesammelt.

In vielen Fällen sei „von Feuchtigkeit keine Spur“ oder diese nicht Grund für den Schaden, wissen die Konsumenten­schützer. Mit Gegengutachten und Klagsandrohung gegen Verkäufer bzw. Hersteller vorzugehen sei nur dann sinnvoll, wenn eine Rechtsschutz­versicherung besteht und diese bereit ist, den Fall zu übernehmen. (APA)

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