Flugzeug abgefangen: Offenbar kein Terrorhintergrund

Zwei wegen Gefährdung des Luftverkehrs angeklagte Briten müssen am Montag vor Gericht erscheinen.

London/Islamabad - Nach dem Kampfjet-Einsatz wegen eines Streits auf einem Flug von Pakistan nach Großbritannien sind zwei Männer wegen Gefährdung des Luftverkehrs angeklagt worden. Die 30 und 41 Jahre alten Männer mit britischer Staatsbürgerschaft sollten am Montag vor Gericht erscheinen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Sie waren am Freitag festgenommen worden, nachdem die Maschine auf dem Weg nach Manchester wegen des Streits von Kampfjets der britischen Air Force begleitet zum Flughafen London-Stansted umgeleitet worden war. Ein terroristischer Hintergrund gilt als nicht wahrscheinlich.

Augenzeugen an Bord hatten berichtet, die Männer hätten sich gestritten und unter anderem eine Drohung ausgesprochen, das Flugzeug in die Luft zu sprengen. Auch sollen sie die Besatzungsmitglieder verbal angegriffen haben. Offizielle Angaben zu dem, was passierte, gab es zunächst nicht. In der Maschine der Fluglinie Pakistan International Airlines saßen rund 300 Menschen, verletzt wurde niemand. Der Flughafen Stansted im Norden von London gilt in Großbritannien als am besten für den Umgang mit Flugzeugentführungen gerüstet. (APA/dpa)


Kommentieren


Schlagworte