Klausner kehrt in sein Wohnzimmer zurück

Schwaz fehlt nur noch ein Punkt zum Meistertitel. Für die kommende Westliga-Saison haben die Silberstädter auch einen Ex-Profi an der Angel.

Von Tobias Waidhofer

Schwaz –Seit sieben Jahren führen die Wege von Stefan Klausner und Martin Hofbauer parallel durch die Weiten des Tiroler Fußball-Unterhauses. Schon in Matrei war Klausner Hofbauers Kapitän – als der Trainer dann nach Schwaz übersiedelte, nahm er seinen Torjäger kurzerhand mit in die Silberstadt. Diese Fußball-Ehe steht aber kurz vor ihrem Ablaufdatum: Wie bekannt wurde, wird Klausner im Sommer in sein Matreier Fußball-Wohnzimmer zurückkehren.

Während sich Matrei-Trainer Gogo Saringer auf einen „Leithammel mit hoher Qualität“ freut, bedauert Hofbauer den Abgang seiner Nummer neun: „Das schmerzt natürlich, wir hätten Stefan gerne behalten. Aber ich kann die Entscheidung verstehen.“

Schließlich wartet auf die Schwazer Spieler in der Westliga (nur noch ein Punkt fehlt zum Titel) ein deutliches Plus an Aufwand und Intensität. Auch David Egger (Kundl), Christopher Schröck und Manuel Hotter (beide Karriereende) werden auf das Abenteuer Regionalliga West verzichten. „Wir hätten alle gerne behalten. Alle vier sind super Jungs. Sie haben sich aber für einen anderen Weg entschieden“, wünscht Hofbauer dem von Verletzungen geplagten Quartett nur das Beste. Dass die Schwazer Mannschaft im Hinblick auf die Westliga-Saison eine Frischzellenkur benötigt, ist den Verantwortlichen klar. Die Planungen laufen auch in diese Richtung bereits auf Hochtouren. „Wir müssen uns vor allem quantitativ besser aufstellen. 20 Spieler werden wir wohl brauchen. Vor allem in der Innenverteidigung müssen wir nach den Abgängen (Egger, Schröck, Anm.) etwas tun.“ Dabei soll der Reichenauer Hannes Oberortner in den Planungen eine zentrale Rolle spielen. Auch Michael Opuhac (Völs) und Johannes Kinzner (Matrei) gelten als mögliche Kandidaten bei den Schwazern.

Eine ganz heiße Spur führt in die Innsbrucker Wiesengasse. Die Verhandlungen mit SVI-Regisseur und Ex-Wacker-Profi Markus Seelaus sollen zuletzt intensiviert worden sein. Hofbauer selbst will sich an solchen Spekulationen nicht beteiligen: „Zu Namen möchte ich noch nichts sagen.“

Aber zumindest SVI-Präsident Gerhard Grosch bestätigte der Tiroler Tageszeitung den Wahrheitsgehalt dieses Gerüchtes: „Davon habe ich auch schon gehört. Markus hat mir in einem persönlichen Gespräch auch bestätigt, dass er mit den Schwazern gesprochen hat.“ Fix ist nix, aber möglich ist vieles.


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