Griechenland ebnet Gazprom Weg für Kauf von Gaskonzern

Insider: Die Regierung verlangt deutlich niedrigere Garantiezinsen.

Moskau/Athen - Im Ringen um eine Privatisierung des staatlichen Gaskonzerns Depa kommt Griechenland einem Insider zufolge dem russischen Branchenriesen Gazprom entgegen. Die Athener Privatisierungsbehörde verlange deutlich niedrigere Garantiezahlungen des Käufers, sagte ein direkt mit den Verhandlungen befasster Vertreter Griechenlands am Samstag zu Reuters.

Der Betrag, der bis zur Genehmigung eines Deals durch die Aufsichtsbehörden fällig wird, sei auf zehn Prozent des Kaufpreises halbiert worden. Zudem stelle die Behörde Entschädigungen für Einnahmeausfälle in Aussicht, die Depa durch säumige Kunden entstehen könnten. Gazprom ist der einzige Energiekonzern von internationaler Bedeutung, der zuletzt noch Interesse an Depa hatte, und pocht deswegen massiv auf Zugeständnisse.

Das schuldengeplagte Griechenland muss sich von seinem Tafelsilber trennen, um die Auflagen der Geldgeber - EU und IWF - zu erfüllen. Gazprom hatte im vergangenen Jahr ein vorläufiges Gebot von 900 Mio. Euro für den griechischen Gasversorger vorgelegt, der 2012 einen Nettogewinn von 106 Millionen Euro erzielte. Einziger Rivale im Rennen um das Staatsunternehmen ist ein Konsortium der griechischen Energiefirmen Motor Oil und Mytilineos. Die Frist bis zur Abgabe endgültiger Gebote wurde dem Verhandlungsteilnehmer zufolge bis zum 29. Mai verlängert. (APA/Reuters)


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