Chinesischer Premier pocht bei Japan auf Rückgabe von Inseln

Der Premier unterstrich beim Deutschland-Besuch die Verantwortung seines Landes für die Erhaltung des Weltfriedens.

Potsdam/Peking/Tokio - Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang hat den Anspruch seines Landes auf eine unbewohnte Inselgruppe im ostchinesischen Meer bekräftigt. Japan müsse die Territorien an China zurückgeben, sagte Li unter Hinweis auf die Kairoer Erklärung von 1943, in der seinerzeit die USA, das damals noch nicht kommunistische, teils von Japan besetze China und Großbritannien die Fortsetzung des Krieges gegen Japan bis zu dessen bedingungsloser Kapitulation beschlossen hatten.

Zum Auftakt seines Deutschland-Besuchs in Potsdam sagte Li: „Das war die Frucht des Sieges, der hart erkämpft wurde.“ Er besuchte Schloss Cecilienhof bei Potsdam, wo 1945 die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs über die Nachkriegsordnung verhandelt hatten. Der Premier unterstrich die Verantwortung seines Landes für die Erhaltung des Weltfriedens, der nicht durch das Infragestellen der Nachkriegsordnung gefährdet werden dürfe.

In der Früh hatte der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) den Gast in der Landeshauptstadt Potsdam begrüßt. Li trug sich in der Gedenkstätte Cecilienhof ins Gästebuch des deutschen Bundeslandes ein. Am Nachmittag wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Gast mit militärischen Ehren im Kanzleramt in Berlin empfangen. Beide wollen über die Entwicklung der beiderseitigen Beziehungen sowie die wirtschaftliche und außenpolitische Lage reden. Für den Abend ist auch ein Treffen mit Bundespräsident Joachim Gauck geplant. (APA/dpa)

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