Nach Schulbus-Explosion in Pakistan: Fahrer festgenommen

16 Kinder und eine Lehrerin kamen bei dem vermeidbaren Unglück ums Leben.

Gujrat - Nach der Explosion eines Schulbusses in Pakistan, der am Samstag 16 Kinder und eine Lehrerin das Leben gekostet hat, ist der nach dem Unglück geflüchtete Fahrer festgenommen worden. Wie die örtliche Polizei mitteilte, konnte er in der nahe dem Unglücksort gelegenen Stadt Kharian aufgegriffen werden.

Das Unglück geschah auf dem Weg zu einer Privatschule in Gujrat im Nordosten des Landes. „Das Feuer brach aus, als die Kinder nur noch wenige Kilometer von ihrer Schule entfernt waren“, sagte der örtliche Polizeichef, Dar Ali Khattak, der Nachrichtenagentur AFP. Der Brand dürfte durch einen Funken ausgelöst worden sein, als der Fahrer des sowohl mit Gas als auch Benzin angetriebenen Busses auf Benzinantrieb umstellte.

Im Fahrzeuginneren befanden sich 24 Kinder im Alter zwischen fünf und 15 Jahren, als der Bus explodierte. Bei fünf der sieben verletzten Kinder sei der Zustand lebensbedrohlich, sagte Khattak. Unterdessen nahmen tausende Menschen an der Beerdigung der Opfer teil.

Ein zehnjähriger Bub, der das Unglück überlebt hatte, sagte dem Fernsehsender Geo: „Wir haben dem Fahrer gesagt, dass es sehr schlecht roch - nach austretendem Gas. Aber er hat nicht auf uns gehört, und bald darauf brach das Feuer aus.“

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In Pakistan werden die meisten Fahrzeuge sowohl mit Benzin als auch mit Gas betrieben. Pakistan hat eine der weltweit höchsten Totenzahlen durch Verkehrsunfälle. Verantwortlich sind vor allem schlechte Straßen, veraltete Fahrzeuge und die riskante Fahrweise vieler Fahrer. (AFP/APA)


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