Mattersburg steigt nach zehn Jahren aus der Bundesliga ab

Die Burgenländer, die als Siebenter in den letzten Spieltag gingen, mussten sich der Admira mit 0:1 geschlagen geben.

Mattersburg – Mattersburg muss nach zehn Jahren aus der Fußball-Bundesliga absteigen. Die Burgenländer verloren in der 36. und letzten Runde ihr Heimspiel gegen die Admira 0:1 (0:0) und wurden damit von den am Ende punktegleichen Niederösterreichern in die Erste Liga geschickt, weil auch die anderen beiden in Abstiegsgefahr befindlichen Clubs ihre Matches gewannen: Innsbruck siegte beim WAC nach 0:2-Rückstand noch 3:2 (0:1), und Wiener Neustadt triumphierte in Graz 3:0 (1:0). Das Goldtor für die Gäste erzielte Daniel Segovia in der 72. Minute.

Die Admira feierte nach dem Schlusspfiff ausgelassen den Klassenerhalt, während bei den Mattersburgern Fassungslosigkeit herrschte. Ausgerechnet gegen den Club von Mattersburg-Spieler-Ikone Dietmar Kühbauer setzte es zum Abschluss eine Niederlage, die den Rückfall von Rang sieben auf zehn und den Gang in die Zweitklassigkeit bedeutete.

„Es ist ein Wahnsinn! Wir haben während dem Spiel nicht gewusst, wie es auf den anderen Plätzen steht. Es ist der schlimmste Moment, den man sich vorstellen kann. Jetzt sind wir die Deppen. Wir hätten es selbst in der Hand gehabt“, rang Mattersburg-Coach Franz Lederer um Worte.

Auf die Frage, ob es einen Plan für die Erste Liga gebe, lautete Lederers Antwort: „Das geht jetzt nicht, das kann und will ich nicht beantworten. Meine Mannschaft ist eine tolle Truppe, es hat halt so sein wollen. So ein Ausgang war heute nicht zu erwarten. Den Gemütszustand von mir und meiner Mannschaft kann ich nicht erklären. Mattersburg hat es sich immer verdient in der Bundesliga zu spielen.“

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Mit den Tränen kämpfte Admira-Trainer Didi Kühbauer, der mit dem Sieg seiner Truppe seinen Stammverein in die Erste Liga beförderte: „Ich freue mich riesig für meine Mannschaft, aber Mattersburg tut mir leid. Schade, dass die anderen Mannschaften der Bundesliga nicht die Courage bis zum Schluss gezeigt haben. Es ist schon ein bisschen Wehmut dabei. Das Tor von Segovia war ein enorm wichtiges Tor für den Club. Die Mannschaft macht mich stolz, da wir es heute geschafft haben.“ (tt.com/APA)

Fußball-tipp3-Bundesliga (36. Runde):

Wolfsberger AC - FC Wacker Innsbruck 2:3 (1:0).

Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 5.300 (richtig), SR Harkam.

Torfolge:

1:0 (45.+1) Kofler (Eigentor)

2:0 (50.) Stückler

2:1 (72.) Perstaller

2:2 (75.) Schilling

2:3 (78.) Perstaller

WAC: Dobnik - Sollbauer, Jovanovic, Solano (80. Jakobo), Suppan - Kerhe, Hüttenbrenner (28. Liendl), Putsche, De Paula - Stückler (80, Rivera), Topcagic

Innsbruck: Safar - Bergmann, Siller, Svejnoha, Schilling - Kofler (53. Piesinger) - Schütz (66. Perstaller), Hinterseer, Saurer (56. Hauser), Wernitznig - Wallner

Gelbe Karten: Putsche, Stückler, Topcagic, Jovanovic bzw. Wallner, Saurer

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SV Mattersburg - FC Admira Wacker Mödling 0:1 (0:0).

Mattersburg, Pappelstadion, 8.000 Zuschauer, SR Schörgenhofer.

Tor: 0:1 (72.) Segovia

Mattersburg: Borenitsch - Farkas (86. Pöllhuber), Majstorovic, Steiner, Mravac - Höller, Prietl, Lovin (83. Rodler), Röcher - Naumoski (61. Klemen), Bürger

Admira: Tischler - Weber, Schößwendter (89. Drescher), Ebner, Palla - Auer, Mevoungou, Schwab, Jezek - Ouedraogo (94. Sulimani), Segovia (81. Lackner)

Gelbe Karten: Bürger, Naumoski, Röcher, Mravac bzw. Weber

Anmerkung: Mattersburg-Ersatzspieler Spuller sah wegen Kritik ebenfalls Gelb.

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SK Sturm Graz – SC Wiener Neustadt 0:3 (0:1).

UPC-Arena, 8.679, SR Schüttengruber.

Tore:

0:1 (29.) Pollhammer

0:2 (63.) Offenbacher

0:3 (68.) Rauter

Sturm Graz: Gratzei - Ehrenreich (43. Kocijan), Balen, Feldhofer, Klem (17. Ervin Bevab) - Koch (64. Ciftci), M. Weber - Ranftl, C. Kröpfl, F. Kainz - Okotie

Wr. Neustadt: Siebenhandl - Pollhammer, Ramsebner, Mimm, Martschinko - Hlinka - Rauter, Wolf (58. Rakowitz), Offenbacher (72. Freitag), Hofbauer - T. Fröschl (82. Friesenbichler)

Gelbe Karten: Koch, Weber bzw. Offenbacher, Hlinka

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SK Rapid Wien - SV Ried 3:0 (1:0).

Wien, Hanappi-Stadion, 12.200, SR D. Ouschan.

Torfolge:

1:0 (20.) Schaub

2:0 (49.) Schaub

3:0 (88.) Boyd

Rapid: Novota - Trimmel, Heikkinen, Pichler, Katzer (90. Denner) - Kulovits (92. M. Hofmann), Wydra - Sabitzer, Schaub, Starkl (74. Bajrami) - Boyd

Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Karner, A. Schicker - Ziegl - Walch, Zulj, Gartler, Meilinger (66. Möschl) - Hammerer (58. Vastic)

Rote Karte: Heikkinen (92./Tätlichkeit)

Gelbe Karten: Boyd, Schaub bzw. Karner, Meilinger, Zulj

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Red Bull Salzburg - Austria Wien 3:0 (1:0).

Salzburg, Red-Bull-Arena, 13.075, SR Krassnitzer.

Tore:

1:0 (39.) Mane

2:0 (75.) Mane

3:0 (83.) Sekagya

Salzburg: Dähne - Schwegler, Sekagya, Schiemer, Svento - Kampl, Hierländer, Berisha (87. Teigl), Mane (88. Nielsen) - Alan (66. Ilsanker), Soriano

Austria: Lindner - Dilaver, Rogulj, Ortlechner, Suttner - Holland, Mader - Stankovic (63. Jun), Barazite (57. Gorgon), Simkovic - Kienast (72. Hosiner)

Gelbe Karten: Alan bzw. Kienast, Holland, Dilaver, Simkovic, Suttner, Rogulj, Ortlechner


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