Gastgärten bis 24 Uhr offen halten

Innsbrucks FPÖ startet eine Offensive für längere Öffnungszeiten für Gastgärten und freie Kurz-parkzonen in der Mittagszeit.

Innsbruck –Ein bisschen schwingt schon Wahlkampf mit, denn der Obmann des Rings freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW) Winfried Vescoli wird Innsbrucker Spitzenkandidat der FPÖ für die Nationalratswahl am 29. September sein. Doch mit seinem Vorstoß für längere Öffnungszeiten der Gastgärten in der Innsbrucker Innenstadt will Vescoli mit einem durchaus umstrittenen Sommerthema die Politik anheizen. Laut einer von ihm präsentierten Umfrage unter Innenstadtkaufleuten und Bürgern der Landeshauptstadt würden sich 61 Prozent für ein Offenhalten der Schanigärten bis 24 Uhr aussprechen. 400 Fragebögen wurden ausgeteilt, 307 Rückmeldungen gab es. Derzeit müssen Gastgärten auf öffentlichen Flächen bereits um 22 Uhr zusperren. „Die Umfrage ist nicht repräsentativ, gibt aber eine Tendenz wieder“, betont Vescoli.

In reinen Wohngebieten sei die Ablehnung am häufigsten, „aber ansonsten wollen die Innsbrucker im Sommer durchaus länger in den Gastgärten sitzen“. Der RFW-Obmann verweist darauf, dass es sich ohnehin um wenige Tage handle, „an denen man am Abend heraußen sitzen kann“. Für eine Tourismusstadt wie Innsbruck müsse das möglich sein, fordert Vescoli Toleranz von den Anrainern.

Eine zweite Forderung der Innsbrucker Freiheitlichen dürfte nicht weniger heiß diskutiert werden: 75 Prozent der Befragten sprachen sich in der FP-Umfrage für freie Kurzparkzonen in der Mittagszeit aus. Zwischen 12 und 14 Uhr soll das Parken gratis sein. Vescoli würde diese Maßnahme als Unternehmerförderung sehen. „In einer Stadt, in der sehr viele Menschen mittags einkaufen oder sich zum Essen verabreden, sollte dies eine Selbstverständlichkeit sein.“ Eine klare Absage erteilen die Innsbrucker Blauen einer möglichen zeitlichen Ausweitung der Kurzparkzonen bis 22 Uhr.

Vescoli und FPÖ-Stadtparteiobmann Markus Abwerzger kritisierten in diesem Zusammenhang insgesamt die Wirtschaftspolitik in Stadt und Land. „Die ÖVP hat einen Schwenk in Richtung linker Wirtschaftspolitik gemacht.“ (pn)

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