Tiroler am Gipfel des Ararat

Ein Vomper und ein Wiesinger erklommen den 5167 m hohen Berg in der Türkei.

Schwaz, Dogubayazit –Ein lang gehegter Traum ging kürzlich für die beiden Tiroler Helmut Stangl aus Wiesing, Alfred Opriessnig aus Vomp und den Vorarlberger Herbert Schrattner mit der Besteigung des Ararat in der Türkei in Erfüllung.

Von München flogen sie via Istanbul in die ostanatolische Stadt Van, nahe der iranischen Grenze, wo die drei vom türkischen Guide/Bergsteiger Yildirim Öztürk empfangen wurden. Am nächsten Tag ging es Richtung Norden nach Dogubayazit und zum Ausgangspunkt am Fuße des Berges (1900 m).

Am ersten Tag übernachtete die Gruppe auf Lager 1 in 3200 m Höhe. Am zweiten Tag ging es auf 4000 m zum Hochlager 2. Dort entschlossen sich die Männer kurzerhand, am frühen Morgen auf den Gipfel aufzusteigen, da ein Wetterumschwung angesagt war. Um 2 Uhr Früh war Tagwache. Bei orkanartigem Sturm, aber glasklarer Nacht begann der Aufstieg auf den Gipfel, den die Gruppe um 9 Uhr glückstrahlend erreichte. „Wir drei hatten einen heillosen Respekt vor dem Berg“, sagt Stangl. „Nicht alle hatten an diesen Tagen auch das Gipfelglück wie wir. Wir konnten uns aber auf unseren Bergführer trotz jeder Witterung hundertprozentig verlassen.“

Der starke Sturm ließ einen Aufenthalt auf dem Gipfel des 5167 Meter hohen Gletschers nur kurz zu, der Abstieg wurde sofort in Angriff genommen und das Hochlager zu Mittag erreicht. Nach kurzer Stärkung ging es weiter hinunter auf Lager 1, wo die Gruppe auf den italienischen Barfußalpinisten Tom Perry traf.

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Der Barfußalpinist der schon den Kilimanjaro, den Mont Blanc und andere Berge barfuß bezwang, traf mit seinem zehnköpfigen Team die letzten Vorbereitungen für den Gipfelsturm auf den Ararat, den er für den nächsten Tag plante. Voraussichtlich ist eine Barfußbesteigung des Glockners im nächsten Jahr geplant. Opriessnig: „Tom Perry kennen zu lernen, war die Krönung unseres Bergerlebnisses.“ (hin)


Kommentieren