Robbie Williams will die „beste Show aller Zeiten abliefern“

Der britischer Popstar kommt im Rahmen seiner aktuellen Tour am 17. Juli auch in die Wiener Krieau.

© Robbie Shone

Wien, Gelsenkirchen - Millionen verkaufter Platten, zahllose Nummer-Eins-Hits und ausverkaufte Konzerte auf der ganzen Welt - Robbie Williams ist unbestritten einer der größten Pop-Musiker unserer Zeit. Am Mittwoch startet der Brite seine Deutschlandtour in Gelsenkirchen, am 17. Juli wird er auch der Wiener Krieau einen Besuch abstatten. 2011 war er in Deutschland noch mit Take That unterwegs - als Solokünstler haben ihn seine Fans aber lange vermisst. Zuletzt gab er vor über sechs Jahren große Konzerte.

In seiner Karriere hat Williams alle denkbaren Höhen und Tiefen hinter sich. Mit Drogen- und Alkoholeskapaden füllte er regelmäßig die Klatschspalten der Zeitungen. Vor allem die britische Presse schlachtet den Streit mit Bandkollege Gary Barlow nach der Trennung von Take That aus. Mittlerweile haben sich die Künstler versöhnt, die Band tritt wieder in der alten Besetzung auf.

Heute wirkt der 39-jährige Williams ruhiger, fast sentimental. „Ich sehne mich nach einer Zeit, in der das Leben noch langsamer war. In der Kleider noch Klasse hatten, Stars noch Stars waren und Glamour echter Glamour war“, sagte der Brite im Juni dem Magazin „Stern“. Der Grund für den Sinneswandel ist sicherlich Töchterchen Theodora „Teddy“ Rose, die 2012 zur Welt kam.

Williams begann seine Karriere als Teenie-Star im Jahr 1990. Seine Mutter meldete den damals 15-Jährigen zu einem Casting für eine neue Boyband an. Neben Williams wurden Gary Barlow, Jason Orange, Mark Owen und Howard Donald auserwählt und Take That war geboren. Die fünf landeten jede Menge Charthits und zählten zu den kommerziell erfolgreichsten Bands der Neunzigerjahre. Doch Williams stand immer im Schatten von Gary Barlow. 1995 schockte er die Teenie-Welt und verließ die Gruppe. Das stürzte manche Fans so sehr in die Verzweiflung, dass sie sogar mit Selbstmord drohten.

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© Robbie Shone

1996 veröffentlichte er seine erste Solosingle „Freedom“, ein Jahr später kam seine Erfolgssingle „Angels“ heraus. In den nächsten Jahren arbeitete er mit Künstlern wie Kylie Minogue, Tom Jones oder Nicole Kidman zusammen. Seine Alben „I‘ve Been Expecting You“ und „Sing When You‘re Winning“ verkauften sich millionenfach. 2006 gelang ihm ein Rekord, als an nur einem Tag 1,6 Millionen Konzerttickets absetzte.

Doch Williams ließ kaum eine Party aus, nahm an Gewicht zu und stürzte schließlich in die Alkohol- und Drogensucht. Immer wieder musste er in Entzugskliniken. Mittlerweile hat der Sänger dieses dunkle Kapitel in seinem Leben offenbar abgeschlossen. Seit mehreren Jahren ist er mit US-Schauspielerin Ayda Field zusammen. Im September 2012 kam die gemeinsame Tochter Teddy auf die Welt. Für sie gab er das Rauchen und Trinken auf.

Das aktuelle Album „Take The Crown“ ist vergangenen November erschienen. Vor der Veröffentlichung gab sich Williams in einem „Spiegel Online“-Interview gewohnt selbstbewusst. „Ich will verdammt viele Platten verkaufen und die beste Show aller Zeiten abliefern“, sagte er. Nichts weniger als das „Königreich des Pop“ wolle er regieren.


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