Bericht: „Eurofighter“ hat Problem mit Schleudersitzen

Einem Prüfern des Wehrbeschaffungsamtes sei das Problem bei einer Routineuntersuchung aufgefallen.

Berlin - Das deutsche Bundeswehr-Kampfflugzeug „Eurofighter“ könnte nach Informationen von „Spiegel Online“ Probleme mit den Schleudersitzen bekommen. Einem Prüfern des Wehrbeschaffungsamtes sei bei einer Routineuntersuchung aufgefallen, dass die mit einer Sprengladung versehenen Sitze keine Stück- und Nachprüfung in ihrem Werk in England erhalten hätten, berichtete das Nachrichtenportal am Montag unter Berufung auf eine Beanstandungsmeldung vom 18. April dieses Jahres.

Darin schreibe der Prüfer: „Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei dem von mir beanstandeten Schleudersitz nicht um einen Einzelfall handelt, sondern alle als Spare-Part (Ersatzteil) gekauften Sitze betrifft.“ Wie viele Schleudersitze davon betroffen seien, sei unklar, schreibt „Spiegel Online“. Insider befürchteten dem Bericht zufolge, dass es um alle Sitze in den 101 bisher für die deutsche Bundeswehr produzierten und ausgelieferten „Eurofightern“ gehen könnte. Laut Bundesverteidigungsministerium sei das Problem der fehlenden Prüfung mittlerweile gelöst.

Erst am Wochenende hatte der „Spiegel“ enthüllt, dass der „Eurofighter“ für die Bundeswehr viel teurer wird als geplant. Das Verteidigungsministerium bestätigte, dass die bisher bewilligte Kaufsumme von 14,7 Milliarden Euro praktisch schon ausgegeben sei. Für die Anschaffung weiterer „Eurofighter“ würden demnach neue Milliarden fällig. Bestellt sind bisher 140 Maschinen. (APA/dpa)

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