16-Jähriger verging sich an wehrlosem Mädchen in Wien

20 Monate bedingte Haft: So lautete das Urteil gegen einen jungen Burschern. Er hatte sich im vergangenen Jahr an einem betrunkenen Mädchen vergangen.

Wien – Weil er sich am 25. November 2012 in einem Park in Wien-Simmering an einem wehrlosen Mädchen vergangen hatte, ist ein zum Tatzeitpunkt 16 Jahre alter Bursch am Dienstag im Straflandesgericht zu 20 Monaten Haft verurteilt worden. Im Hinblick auf die geständige Verantwortung und die bisherige Unbescholtenheit des Lehrlings sah der Senat (Vorsitz: Norbert Gerstberger) diesem die Strafe zur Gänze auf Bewährung nach.

Zusätzlich wurde dem mittlerweile 17-Jährigen die Weisung erteilt, sich einer Psychotherapie zu unterziehen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Der Lehrling hatte das Mädchen in einer Bar in Simmering kennengelernt, wo er gemeinsam mit einem Freund „starke Cocktails“ konsumierte, wie er nun dem Gericht erklärte. Das Mädchen - eine Bekannte seines Freundes - gesellte sich im Verlauf des Abends zu den beiden Jugendlichen. Als man sich zu dritt in einen nahe gelegenen Park begab, habe die Schülerin „schon etwas gelallt“, sagte der 17-Jährige.

Laut Anklage schlief das Mädchen schließlich ein. Der Angeklagte soll seinem Freund wörtlich feixend erklärt haben „Wenn sie so daliegt, kann man was mit ihr machen“, worauf sich der Freund entfernte und nach Hause ging.

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Als das Mädchen nach einiger Zeit erwachte, lag sie auf der Wiese und hatte Schmerzen. Ihr dämmerte, was offenbar vorgefallen war. Sie erstattete Anzeige. Da der Bursch zunächst in Abrede stellte, die Situation ausgenützt zu haben, wurde ein molekulargenetisches Gutachten eingeholt. Dabei konnten seine Spermien in ihrem Körper nachgewiesen werden.

„Ich bekenne mich schuldig. Es tut mir leid“, gab der 17-Jährige nun verschämt zu Protokoll. Verteidiger Roland Friis versicherte, Ähnliches werde „sicher nie, nie wieder vorfallen“. (APA)


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