Video: US-Rapper Mos Def ließ sich aus Protest zwangsernähren

Aus Protest gegen Zwangsernährung von Guantanamo-Häftlingen ließ sich der Rapper durch den Schlauch ernähren.

Washington – US-Rapper Mos Def schockt per Video: Aus Protest gegen Zwangsernährung von Guantanamo-Häftlingen ließ er sich jetzt ebenfalls durch den Schlauch ernähren. In einem Video im Internet ist zu sehen, wie dem im orangenen Gefangenanzug gekleideten Künstler flüssige Nahrung über einen Schlauch in die Nase eingeführt wird. „Der erste Teil ist nicht so schlimm, aber dann bekommst du dieses Brennen. Und es beginnt, wirklich unerträglich zu werden“, sagt der Rapper. Wenig später bricht er das Experiment unter Schmerzensschreien ab. „Ich konnte es nicht ertragen“, sagt er im Video.

Nach Angaben der Menschenrechtsgruppe Reprieve unterzog sich der Musiker, der sich auch Yasiin Bey nennt, in dem am Montag veröffentlichten Video der Behandlung, wie sie in dem US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba angewendet wird.

Die Zeitung „Miami Herald“ berichtet, dass sich derzeit 106 der 166 im „Krieg gegen den Terror“ festgesetzten und unter rechtlich fragwürdigen Umständen Inhaftierten im Hungerstreik befinden - 45 davon werden gegen ihren Willen ernährt. Mit dem in Nordamerika am Mittwoch beginnenden islamischen Fastenmonat Ramadan haben die US-Behörden angekündigt, nur noch nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang Zwangsernährungen durchzuführen. Nur dann essen und trinken fromme Muslime in diesem Zeitraum. (APA/dpa)

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