Arbeitsmarkt bleibt für US-Fed oberste Priorität

Fed-Chef Bernanke hat den Zeitpunkt für eine erste Zinserhöhung daran gekoppelt, wann die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent gesunken ist.

Washington - Mehr Arbeitsplätze bleiben für die US-Notenbank Federal Reserve die entscheidende Bedingung, bevor sie ihre Geldpolitik straffen will. Viele Notenbanker des entscheidenden Offenmarktausschusses seien davon überzeugt, dass sich die Situation am Arbeitsmarkt weiter verbessern müsse, bevor die Notenbank das Tempo drosseln sollte, mit dem sie aktuell Geld in die Wirtschaft pumpt, heißt es in dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll der Sitzung des für die Geldpolitik der Fed entscheidenden Offenmarktausschusses (FOMC).

Derzeit kauft die Notenbank jeden Monat für 85 Mrd. Dollar (66,11 Mrd. Euro) Staats- und Immobilienpapiere und schafft auf diese Weise frisches Geld.

Fed-Chef Ben Bernanke hatte Mitte Juni erklärt, abhängig von der Entwicklung der Konjunktur könnten die Anleihekäufe der Fed ab dem Herbst auslaufen und bis Mitte 2014 eingestellt werden. Wie aus den Protokollen hervorgeht, wollten einige FOMC-Mitglieder zuvor jedoch eine deutliche Verbesserung des Wirtschaftswachstums sehen.

Bernanke selbst sollte noch am Mittwochabend (nach 22 Uhr MESZ) auf einer Konferenz in Cambridge sprechen. Er hat den Zeitpunkt für eine erste Zinserhöhung daran gekoppelt, wann die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent gesunken ist. Die meisten Fachleute rechnen damit erst 2015. (APA/Reuters)

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