Südafrikas Präsident: Mandela „spricht auf Behandlung an“

Nach mehr als einem Monat befinde sich der Friedensnobelpreisträger unverändert in „kritischem, aber stabilen Zustand“.

Johannesburg - Der schwerkranke frühere südafrikanische Präsident Nelson Mandela spricht nach Angaben von Staatschef Jacob Zuma auf die medizinische Behandlung an. Er sei „ermutigt“ dadurch, dass der 94-Jährige auf die Behandlung reagiere, sagte Zuma am Mittwoch nach einem Besuch bei Mandela im Krankenhaus in Pretoria. Nach mehr als einem Monat befinde sich der Friedensnobelpreisträger unverändert in „kritischem, aber stabilen Zustand“. Mit diesen Worten beschreibt die südafrikanische Präsidentschaft Mandelas Befinden seit Wochen.

Der König des Thembu-Stammes sagte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch, Mandela sei bei Bewusstsein. „Er konnte nicht reden, aber er hat mich erkannt und ein paar Gesten gemacht, zum Beispiel seine Augen bewegt“, sagte König Buyelekhaya Dalindyebo, ein Neffe des früheren Präsidenten.

Mandela war am 8. Juni wegen einer schweren Lungenentzündung in ein Krankenhaus in Pretoria eingeliefert worden. Wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheidsystem saß Mandela 27 Jahre in Haft. Im Jahr 1994 wurde er zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt und blieb bis zum Jahr 1999 im Amt. Bis heute wird Mandela als Vater des modernen Südafrika verehrt.

Berichten zufolge haben die Ärzte eine Abschaltung der lebenserhaltenden Geräte bei Mandela ausgeschlossen, solange bei ihm kein massives Organversagen vorliegt. (APA/AFP)


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