„Bin ein demokratischer Diktator“

Werder-Bremen-Coach Robin Dutt über die Korrektur seines Lebenslaufes, über Toleranz, Ungleichbehandlung und seinen Wunsch, Bastian Schweinsteiger als Europas Fußballer der Saison 2012/13 zu sehen.

Zell am Ziller – Das deutsche Fußball-Fachmagazin Kicker hatte 2011 nach Robin Dutts vierjähriger Zeit beim SC Freiburg folgendes Fazit gezogen: „Sachlich und analytisch im Tonfall. Geschickt und geschliffen in der Rhetorik. Akribisch und innovativ in der täglichen Arbeit. Ehrgeizig und strategisch hinsichtlich der Fortentwicklung des Teams sowie modern und variabel in der Spielidee.“ Aber all diese Fähigkeiten hatten ihn im weiteren Karriereverlauf nicht ganz von den Unwägbarkeiten, den Gefahren des Trainerjobs bewahrt: 2011 als Jupp-Heynckes-Nachfolger zu Bayer Leverkusen gewechselt, konnten ihm dort nicht einmal die Champions-League-Erfolge über Chelsea und Valencia helfen, das 1:7-Debakel gegen FC Barcelona zu kaschieren. Dutt musste gehen, um sich danach als Nachfolger von Matthias Sammer auf dem Posten eines DFB-Sportdirektors zu versuchen. Diese Entscheidung bezeichnete er nach zehnmonatiger Amtszeit als Fehler und den Abschied vom DFB als eine „notwendige Korrektur im Lebenslauf“. Leicht gemacht hatte ihm diese Entscheidung das Angebot von Werder Bremen. Im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung beim Bremer Sommercamp in Zell am Ziller machte Dutt den Eindruck eines glücklichen Menschen.

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