Politisches Hickhack um Vertrag

Von Verena Hofer...

Von Verena Hofer

Kitzbühel –Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde zwischen der Stadt Kitzbühel und der Fischl-Holding mit großer Mehrheit der Vertrag zum Sanatorium unterzeichnet – die TT berichtete. Die Liste Fritz mit Susanne Wunderer und Peter Scheiring kritisiert die Vorgehensweise scharf.

„Bis heute ist der Vertrag nicht einsehbar“, sagt Scheiring, der die 28 Seiten prüfen lassen will. Laut Scheiring hat Bürgermeister Klaus Winkler vor seinem Urlaubsantritt die Weisung gegeben, dass der Vertrag nicht ausgehändigt werden dürfe. „Die Angelegenheit ist bei der Volksanwaltschaft anhängig“, sagt Scheiring. Unter anderem gilt es für die Liste Fritz zu hinterfragen, wie es mit den Ärzten im Gesundheitszentrum weitergeht, wenn die Verträge in drei Jahren auslaufen. „Mit Mietkosten von neun Euro pro m² wurden die Ärzte angelockt, normal ist ein Preis von 20 Euro. Ob der Preis halten wird, ist unklar“, erklärt Wunderer.

Von Seiten der Stadt ist man „empört über die Falschmeldungen. Jeder Bürger kann den Vertrag im Stadtamt anschauen. Die Stadtgemeinde hält sich an die Tiroler Gemeindeordnung und die Landesgesetze, daher wird der Vertrag nicht außer Haus gegeben“, erklärt Sprecher Felix Obermoser und ergänzt, dass die Verträge der Ärzte noch mehr als zehn Jahre laufen und sich nichts ändert.

Das Nachfolgeprojekt vom Krankenhaus Kitzbühel wird kritisch gesehen. „Im Ärztezentrum gibt es nur zwei Kassenärzte, 90 Prozent sind nicht für den Otto Normalverbraucher“, sagt Wunderer und kündigt einen Antrag im Landtag auf Änderung der Tiroler Gemeindeordnung an: „Damit es künftig nicht mehr passieren kann, dass Gemeinderäte über Verträge entscheiden, die sie nicht kennen.“

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