Felipe will öffentlichen Personenverkehr halten

Die neue Landeshauptmannstellvertreterin kam bei ihrem Antrittsbesuch in Reutte gleich in den Naturpark Tiroler Lech.

Pflach –Am Donnerstag absolvierte Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe ihren ersten offiziellen Termin im Bezirk Reutte. Zuständig für Verkehr, Umwelt- und Naturschutz ließ es sich die grüne Politikerin nicht nehmen, dabei auch dem Naturpark Tiroler Lech einen Besuch abzustatten. Naturpark-Geschäftsführerin Anette Kestler führte sie in die Besonderheiten der Flora und Fauna am Lech ein. Beeindruckt zeigte sich Felipe vom konstruktiven Miteinander von Tourismus und Naturschutz.

„Der kürzlich mit dem ,Tirol Touristica‘ ausgezeichnete Lechweg ist für mich ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass man auch mit sanftem Tourismus Geld verdienen kann. Intakte Natur- und Kulturlandschaften werden immer seltener. Umso begehrter werden diese Gebiete als Erholungsräume. Es braucht hier eine kluge Kombination von Schützen und Nützen. Im Naturpark Tiroler Lech ist das sehr gut gelungen“, fasst Ingrid Felipe ihre ersten Eindrücke zusammen.

Franz Kammerlander, Geschäftsführer des TVB Naturparkregion Reutte ergänzt: „Die Tourismusverbände und den Naturpark verbindet eine gemeinsame Entwicklungsstrategie. Diese setzen wir konsequent um. Die steigenden Übernachtungszahlen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Ein großes Anliegen ist Felipe ein funktionierender öffentlicher Personenverkehr. Kürzlich drohten einige Gemeinden des Planungsverbands Reutte und Umgebung damit, aus dem Vertrag mit dem Verkehrsverbund Tirol (VVT) auszusteigen. Die Kosten würden in einem krassen Missverhältnis zu den Fahrgastzahlen stehen. Im Rahmen ihres Antrittsbesuchs traf sich Felipe mit den Bürgermeistern des Planungsverbands, Vertretern des TVB Naturparkregion Reutte und der Reuttener Seilbahn, um einen Ausweg aus der verfahrenen Situation zu finden. Im Rahmen eines Projekts der Regionalentwicklung Außerfern (REA) arbeitete ein Verkehrsplaner zusammen mit Vertretern der Region und dem VVT zahlreiche Verbesserungsvorschläge aus. „Produkte wie der Lechweg funktionieren nur mit einem effizienten Bussystem. Zudem sind viele Menschen auf öffentlichen Personenverkehr angewiesen“, erklärt Felipe. Eine Naturparkregion ohne umweltfreundliche Mobilität wäre für sie eine Mogelpackung. Es gelte nun, die Verbesserungsvorschläge auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen und zurück zu einem konstruktiven Miteinander zu finden.

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Am Ende ihres Antrittsbesuchs traf sich die LH-Stellvertreterin mit Mitgliedern des REA-Vorstands zum Gedankenaustausch. „Umwelt- und Naturschutz sowie Verkehr sind für die Entwicklung unserer Region wichtige Themen. Eine gute Zusammenarbeit mit dem zuständigen Regierungsmitglied ist daher unumgänglich. Ich begrüße es sehr, dass Ingrid Felipe das Gespräch mit uns sucht“, so der neue REA-Obmann BM Alois Oberer. (TT, hm)


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