Schwazer scharf auf Kärntner Wölfe

Westligaaufsteiger SC Schwaz erwartet im heutigen Pokal-Heimschlager ab 18 Uhr Bundesligist Wolfsberg. Wattens rechnet sich beim Villacher SV ebenso Aufstiegschancen aus wie der FC Kitzbühel in Dornbirn.

Von Wolfgang Müller

Innsbruck –Wenn sich die Kleinen im Fußball gegen die Großen profilieren dürfen bzw. wollen, dann ist Pokalzeit. Wobei der aktuelle-Tiroler-Liga-Meister SC Schwaz mit dem tipp3-Bundesliga­klub Wolfsberger AC das große Heimlos zog. Denn das restliche Tiroler Quartett muss in der Fremde antreten. Wattens reiste bereits gestern mit berechtigten Aufstiegshoffnungen nach Villach, die Kitzbüheler rechnen sich in Dornbirn auch etwas aus und der FC Wacker geht am Sonntag als haushoher Favorit in Allerheiligen ins Spiel.

SC Schwaz: „Ein absoluter Höhepunkt für den Verein. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir schon einmal in einem Pflichtspiel einen Bundesligisten zu Gast hatten“, freute sich Hannes Vogler, der sportliche Leiter der Schwazer, auf den Pokalschlager. „Eine Chance hat man im Fußball immer, und die wollen wir nützen“, hält Trainer Martin Hofbauer nichts vom Verstecken. Selbst, wenn zahlreiche Spieler fehlen. Ringler, Micheler, Marasek, Wildauer, Oberortner und Opuhac stehen dem Westliga­aufsteiger heute ab 18 Uhr auf dem Schwazer Sportplatz nicht zur Verfügung. „Wir haben einen großen Kader und Offensivqualität, die wollen wir auch gegen den Favoriten ins Rennen werfen. Schließlich haben wir in der letzten Saison 81 Tore in der Meisterschaft erzielt“, so Hofbauer, der zudem hofft, dass den Wölfen aus dem Lavanttal der Tiroler Schock des spannenden Saisonfinales – 2:3-Niederlage gegen den FC Wacker – noch in den Gliedern steckt. Von den Schwazer Neuzugängen soll Thomas Burgstaller die Verteidigung zusammenhalten, Markus Seelaus als einer von zwei Sechsern für Ordnung im Mittelfeld sorgen. Der WAC gastiert mit einer gegenüber dem Vorjahr vor allem auf einer Position veränderten Truppe in der Silberstadt – Slobodan Grubor, der den zur Wiener Austria abgewanderten Cheftrainer ersetzt, feiert sein Pflichtspieldebüt bei den Wölfen.

WSG Wattens: Um 13 Uhr wurde gestern noch trainiert, um 15 Uhr saßen die WSG-Kicker schon im Bus Richtung Kärnten. „Wir nehmen die Pokalaufgabe maximal ernst“, blickt Trainer Thomas Silberberger seinem Pflichtspieldebüt als neuer Wattens-Coach mit gemischten Gefühlen entgegen: „Weil für uns der Regionalligist Villacher SV eine Unbekannte ist. Sie sollen erst am Montag mit dem Training begonnen haben, neuer Coach ist Peter Hrstic, der den in die USA abgewanderten Günther Kronsteiner ersetzt.“ Bei den Wattenern steht Neuerwerbung Martin Siding im Tor, Stürmer Rene Prantl fehlt mit gebrochenem Finger ebenso wie Manuel Wildauer und Simon Nimmervoll. Für Silberberger, der in Wattens ein professionelles Training durchzieht, allerdings kein Grund zum Jammern: „Wir haben einen großen, ausgeglichenen Kader, vor allem in der Offensive habe ich die Qual der Wahl.“

FC Kitzbühel: „Der Cup ist für uns ein Zuckerl nach dem Vizemeistertitel. Die Krönung wäre natürlich der Aufstieg“, erklärte Trainer Alexander Markl, der seine Mannschaft doch an vielen Positionen gegenüber dem Vorjahr umbauen musste. Chancenlos fahren die Gamsstädter jedenfalls nicht ins Ländle. „Dornbirn spielt in der Vorarlberg-Liga, ist also so in etwa auf Augenhöhe mit uns“, sieht Markl Chancen auf zumindest einen weiteren Cupauftritt.

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