Jugend-Öffiticket beschlossen: Alle VVT-Angebote für 96 Euro

Das neue Jugendticket wurde heute beschlossen. Es soll ab Herbst für 96 Euro erhältlich sein und ein ganzes Jahr gelten.

Symbolbild.
© TT/Murauer

Innsbruck – Ein Wahlversprechen der Tiroler Landtagswahlen konnte jetzt erfüllt werden. Das Schulplus-Ticket um 96 Euro wird ab Herbst diesen Jahres für alle Schüler und Lehrlinge erhätlich sein.

„Ich freue mich, dass wir allen jungen Tirolern ein leistbares Ticket für alle Züge und Busse des Verkehrsverbund Tirol anbieten können“, meint Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe heute in einer Aussendung. Das Ticket ist Mitte der Woche in Verhandlungen zwischen Stadt Innsbruck und Land Tirol unter Dach und Fach gebracht worden.

120.000 Schüler und Lehrlinge können Angebot nutzen

Um 96 Euro können künftig fast 120.000 Schüler und Lehrlinge das ganze Jahr alle VVT-Angebote nutzen. Studierenden bleibt das günstige Ticket - entgegen erster Ankündigungen im März - verwehrt. Der Verkehrsverbund wird das neue Ticket ab Herbst verkaufen.

„Damit bieten wir unseren jungen Menschen eine attraktive Alternative zum Auto und entlasten die Tiroler Familien“, erklärt Felipe. Leistbare öffentliche Mobilität sei ein entscheidender Schritt in Richtung mehr Lebensqualität.

Die Stadt Innsbruck beteilige sich mit 1,3 Millionen Euro jährlich an der Umsetzung und Durchführung des Tickets, heißt es in einer Aussendung. „Der Stadt Innsbruck war es ein dringendes Anliegen, das Ticket zu realisieren. Wir haben intensiv verhandelt, sodass es noch zu Beginn der Sommerferien zu einer Lösung kommen konnte“, erklärt Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer.

„Kostengünstig von A nach B“

„Ab Schulbeginn wird es für Jugendliche mit dem Schulplusticket noch attraktiver, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen“, ist auch die für Mobilität zuständige Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider von dem neuen Konzept überzeugt. „Kostengünstig gelangen sie von A nach B und tragen damit auch zum Wohl der Umwelt bei.“

Zu Schulschluss waren kritische Stimmen laut geworden, die eine schnellere Umsetzung verlangt hatten. „Gute Lösungen brauchen manchmal etwas länger. Das Ticket ist im März mitten im Wahlkampf angekündigt worden. Wir haben uns nach der neuen Regierungsbildung um schnelle Verhandlungen bemüht, aber auch immer Bedacht darauf genommen, dass wir ein Ticket anbieten wollen, das über das kommende Schuljahr hinausgeht“, so Felipe. Das sei mit der jetzt vorliegenden Vereinbarung gesichert.

Kritik von Seiten der SPÖ

Der SP-Abgeordnete und Verkehrssprecher Georg Dornauer kritisierte via Aussendung „die Lobhudelei der Verkehrslandesrätin Felipe rund um die getroffene Vereinbarung“. „Die SPÖ bleibt bei ihrer Forderung nach einem einheitlichen, ganztägigen und ganzjährigen Ticket für alle jungen Menschen unter 24 Jahren und das um 60 Euro im Jahr, wie es uns die Bundesländer Wien, Niederösterreich und das Burgenland vormachen“, erklärt Dornauer neuerlich.

Die Grünen würden ihre früheren Forderung vergessen und sich offenbar sehr schnell mit den Lösungsvorschlägen ihres Koalitionspartners zufrieden geben. (tt.com)


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