Im Pokal die Nummer eins

Goalie-Neuerwerbung Wolfgang Schober hütet im heutigen Pokalspiel beim SV Allerheiligen das Wacker-Gehäuse.

Von Wolfgang Müller

Innsbruck –Nein, aufgeregt ist Wolfgang Schober vor seinem Pflichtspieldebüt beim FC Wacker nicht. „Schließlich hab’ ich schon mit Ried und Salzburg Pokalspiele absolviert und stand auch schon in der Vorbereitung einige Male im Innsbrucker Tor“, erklärt der 24-jährige Bayer, der es noch keine Minute bereute, den Schritt nach Tirol gemacht zu haben: „Die Mannschaft hat Qualität, ist extrem hungrig und nach der letzten Saison mit dem Abstiegskrimi regelrecht euphorisiert.“ Bis 2015 läuft Schobers Vertrag, heute will er gleich mit einem Erfolgserlebnis starten. Denn Trainer Roland Kirchler setzt im Pokal auf seinen Zweiergoalie: „Das ist mit Safar so abgesprochen, der Cup gehört Schober.“

Bedenken, dass beim Regionalligisten etwas schiefgehen könnte, hat der 1,88 m große Goalie keine. „So wie wir in der Vorbereitung gearbeitet haben, so werden wir auch dieses Spiel in Angriff nehmen“, rechnet Schober, der sich in seinen Jugendjahren beim FC Bayern mit Michael Rensing und Thomas Kraft matchte, zwar mit erbitterter Gegenwehr in der Steiermark, aber letztlich mit einem ungefährdeten Aufstieg der Tiroler.

Was natürlich ganz im Sinn seines Chefs ist. Der darf seine Truppe bis eine halbe Stunde vor Anpfiff einstellen, dann muss sich Kirchler allerdings still und leise auf einen Platz in der kleinen Arena zurückziehen. Dieser wird ihm von Offiziellen zugewiesen. „Ich will ja nichts falsch machen“, so Kirchler, der aufgrund seiner Funktionssperre keinen Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen darf und der auch hofft, dass dies in Allerheiligen erst gar nicht nötig ist. „Wenn man solche Spiele nicht ernst nimmt und hochkonzentriert ans Werk geht, gibt’s meistens Probleme. Das weiß ich noch aus meiner aktiven Zeit. Aber dessen ist sich meine Mannschaft bewusst, wir haben auch keine Typen, die überheblich sind.“

Auf dem kleinen Platz des Regionalliga-Mitte-Klubs will der Favorit aus Tirol, der wie angekündigt mit der stärksten Mannschaft auflaufen wird, mit Anpfiff gleich für Klarheit sorgen. Schließlich will man perfekt Werbung für den Meisterschaftsauftakt eine Woche später im Tivoli gegen Sturm machen.


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