WM-Spitzenreiter Pedrosa auf Sachsenring schwer gestürzt

Pedrosa wurde nach Chemnitz ins Krankenhaus gebracht.

Hohenstein-Ernstthal - Nach MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo ist auch WM-Spitzenreiter Dani Pedrosa auf dem Sachsenring schwer gestürzt. Der Motorrad-Pilot aus Spanien zog sich am Samstag im dritten Freien Training des Deutschland-Grand-Prix eine Schulterverletzung zu. Pedrosa wurde nach Chemnitz ins Krankenhaus gebracht. Auch ihm droht das Aus für das Rennen am Sonntag, nachdem Pedrosa die vergangenen drei WM-Läufe der Königsklasse auf dem Kurs in Hohenstein-Ernstthal gewonnen hatte.

Am Freitag war Landsmann Lorenzo bei seinem Sturz auf die erst vor zwei Wochen operierte Schulter gefallen. Er wurde am Freitagabend nach Barcelona geflogen und wurde dort erneut operiert. Dem Spanier wurden am Samstag bei einem zweistündigen Eingriff eine neue Titanplatte sowie insgesamt elf Schrauben eingesetzt. Das teilte sein Rennstall Yamaha mit. Zudem entnahmen die Ärzte bei dem 28-Jährigen Knochensubstanz aus dem Becken und setzten das Implantat an dem gebrochenen Schlüsselbein ein.

In Assen war Lorenzo nach einer Schlüsselbeinfraktur nur 35 Stunden nach einem Eingriff wieder ein WM-Rennen gefahren und Fünfter geworden.

Auf dem anspruchsvollen Sachsenring kam es an zwei Trainingstagen bereits zu über 30 Stürzen. Schlüsselstelle war meistens Kurve elf. Das Problem ist eine schnelle Rechtskurve nach acht Linkskurven, die die Fahrer mit über 200 Stundenkilometern anfahren. Da der Reifen rechts kalt ist, fehlt der Grip und die Sturzgefahr steigt. „Das ist eine gefährliche Stelle“, sagte Rekordweltmeister Valentino Rossi. (APA/dpa)

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