Missverständnis führte in Wels zu Polizei-Großeinsatz

Mutter und Schwester eines „Verdächtigen“ attackierten schließlich die Beamten.

Symbolfoto.
© Thomas Böhm

Wels - Ein Missverständnis hat in Wels in der Nacht auf Samstag zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Diese war zuerst gerufen worden, da eine Frau in einer Wohnung festgehalten werden würde. Die Ermittlungen der Beamten wiederum hatte eine Menschenansammlung von rund 100 Personen nach sich gezogen. Die Situation schaukelte sich immer mehr auf. Mutter und Schwester eines Verdächtigen attackierten schließlich die Beamten, berichtete die Pressestelle der Polizei OÖ in einer Aussendung.

Angefangen hatte die bizarre Geschichte gegen 20.00 Uhr, als die erste Streife nach einer Anzeige zur Wohnsiedlung kam. Eine Frau sollte demnach von ihrem 23-jährigen Freund in der Wohnung festgehalten werden. Nach den ersten Ermittlungen an Ort und Stelle erhärtete sich der Verdacht nicht. Die vermeintliche Geisel war in der Wohnung und gab gegenüber den Polizisten an, dass alles in Ordnung sei und es sich offenbar um ein Missverständnis handelte.

Die Amtshandlung der Polizisten zog offenbar viele Schaulustige an: Laut Aussendung sollen rund 100 Personen das Geschehen verfolgt haben. Der 23-jährige Beschuldigte verhielt sich zudem äußerst aggressiv gegenüber den Beamten. Nachdem sich die Situation immer mehr hochschaukelte, attackierten plötzlich die 19-jährige Schwester sowie die 50-jährige Mutter des jungen Mannes die Beamten. Die 50-Jährige versetzte einem Polizisten einen Faustschlag, woraufhin sie festgenommen wurde. Der 23-Jährige versuchte wiederum mit Gewalt, die um Hilfe schreiende Mutter aus den Fängen der Polizei zu befreien. Ihm wurden daraufhin ebenfalls Handschellen angelegt.

Sämtliche verfügbare Streifen der Stadt Wels mit Unterstützung aus der Umgebung waren notwendig, um die Gemüter zu beruhigen. Ein Beamter wurde verletzt und musste im Klinikum Wels ambulant behandelt werden. Mehrere Uniformen wurden bei der Auseinandersetzung beschädigt.

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Mutter, Sohn und Tochter werden wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und tätlichen Angriffs auf einen Beamten der Staatsanwaltschaft Wels zur Anzeige gebracht. Weiters werden Anzeigen wegen Ordnungsstörung und aggressivem Verhalten an das Polizeikommissariat Wels folgen. (APA)


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