Italiener Matteo Trentin gewann 14. Tour-Etappe im Sprint

Der Brite Christopher Froome verteidigte das Gelbe Trikot des Gesamtführenden mit Erfolg.

Lyon - Der Italiener Matteo Trentin hat am Samstag für den vierten Etappensieg von Omega Pharma-Quick Step bei der 100. Tour de France gesorgt. Eine zwölfköpfige Ausreißergruppe kam nach 191 km von Saint-Pourcain-sur-Sioule nach Lyon 7:17 Minuten vor dem britischen Tour-Leader Christopher Froome und allen seinen Verfolgern ins Ziel. Da keiner der Ausreißer gesamt eine Rolle spielt, änderte sich in den Gesamt-Top-Ten nichts.

Bis zwei Kilometer vor dem Ziel hatte der Franzose Julien Simon als Solist den heuer ersten Tagessieg für die Franzosen vor Augen, dann kamen aber Trentin, Michael Albasini (SUI/2.), Andrew Talansky (USA/3.) und weitere Fahrer der Fluchtgruppe. Erst am Vortag hatte Omega-Pharma-Quick Step durch den Briten Mark Cavendish eine Etappe gewonnen. Trentin fixierte den ersten italienischen Etappensieg bei der Tour seit 2010.

Anders als am Vortag ließ sich Froome diesmal nicht überraschen und verlor keine Zeit auf seine direkten Konkurrenten. Damit geht der Brite am Sonntag mit 2:28 Minuten Vorsprung auf den Niederländer Bauke Mollema und 2:45 auf den zweifachen Toursieger Alberto Contador aus Spanien in die längste Touretappe auf den Mont Ventoux.

Dem Träger des Gelben Trikots kam am Samstag der Rennverlauf entgegen. Die Froome-Konkurrenten im Hauptfeld hielten die Beine still, wahrscheinlich, um sich für den wichtigen Sonntag zu schonen. Froomes in den letzten Tagen so gescholtene Sky-Fahrer schienen an der Spitze des Feldes zeitweise auf einer ungestörten Spazierfahrt.

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Das Teilstück auf den Mont Ventoux verspricht am französischen Nationalfeiertag einer der Höhepunkte der Jubiläumstour zu werden. Spitzenreiter Froome muss sich auf Dauerangriffe der Teams Saxo-Tinkoff (für Contador) und Belkin (für Mollema und Laurens Ten Dam) einstellen. Wenn er seine Stärke aus den Pyrenäen konservieren konnte, dürfte ihm nicht viel passieren. Sein Handicap ist sein dezimiertes und geschwächtes Team, das ihm zweimal in brenzligen Situationen - auf der zweiten Pyrenäen-Etappe und am Vortag auf dem Weg nach Saint-Amand-Montrond - nicht helfen konnte.

Der 1912 Meter hohe Ventoux hatte bei der Tour 1967 traurige Berühmtheit erlangt. Der Brite Tom Simpson starb beim Aufstieg, vollgepumpt mit Amphetaminen und Alkohol. Danach wurden bei der Frankreich-Rundfahrt Dopingkontrollen eingeführt. (APA/dpa/AFP)


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