Necas bekennt sich zu Beziehung mit inhaftierter Ex-Bürochefin

Der früherer tschechischer Regierungschef war über die Affäre mit seiner Bürochefin gestolpert. Die Beziehung laufe weiter.

Prag - Vier Wochen nach seinem Sturz hat der frühere tschechische Ministerpräsident Petr Necas die Liebesbeziehung zu seiner Ex-Büroleiterin Jana Nagyova eingeräumt, über die er damals stolperte. „Ich habe eine Beziehung mit Jana Nagyova“, sagte Necas am Samstag der Zeitung „Pravo“. Auf diese Beziehung verlasse er sich „für die Zukunft“. Zudem unterstütze er Nagyova, die seit Mitte Juni inhaftiert ist.

Auf dem Höhepunkt einer Bespitzelungs- und Korruptionsaffäre, in die Nagyova verwickelt sein soll, hatte Necas Mitte Juni seinen Rücktritt angekündigt. Bei einer spektakulären nächtlichen Razzia hatte die Polizei zuvor Nagyova, einen Ex-Minister, sowie mehrere Generäle und Geheimdienstmitarbeiter festgenommen.

Nagyova wird vorgeworfen, politische Korruption in großem Stil organisiert zu haben. Sie soll zudem die Geheimdienste missbraucht haben, um Necas‘ Ehefrau Radka zu bespitzeln. Mit dieser hat Necas vier Kinder.

Dem Parlament in Prag liegt ein Antrag der Staatsanwaltschaft vor, die parlamentarische Immunität des früheren Regierungschefs aufzuheben. Am Mittwoch vereidigte Staatspräsidten Milos Zeman ein von Expertenkabinett, an dessen Spitze der neue Ministerpräsident Jiri Rusnok steht. (APA/AFP)

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