Tod im Hotelzimmer: „Glee“-Star Monteith stirbt mit nur 31 Jahren

Der kanadische Schauspieler Cory Monteith, der durch die TV-Serie „Glee“ bekannt wurde, ist in einem Hotel in Vancouver tot aufgefunden worden.

Vancouver – Der diensthabende Polizist der westkanadischen Stadt Vancouver ließ seiner Trauer freien Lauf. „Wie es auch in unzähligen anderen Haushalten der Fall war, habe ich mit meinen Töchtern regelmäßig ‚Glee‘ angesehen“, sagte Doug LePard am Samstag (Ortszeit) in einer ungewöhnlich privaten Mitteilung an die Presse. Jetzt musste er der Welt den plötzlichen Tod von Hauptdarsteller Cory Monteith verkünden.

Tot im Hotelzimmer aufgefunden

Der Mädchenschwarm und High-School-Herzensbrecher aus der auch in Österreich erfolgreichen US-Fernsehserie „Glee“ war nur 31 Jahre alt, als er allein in einem Hotelzimmer in Vancouver starb. „Ich weiß, dass es vielerorts Schock und Trauer über die Nachricht dieses tragischen Tods geben wird.“

Woran der kanadische Schauspieler starb, war zunächst unklar. Familie, Freunde und Kollegen hatten sich allerdings schon länger Sorgen um Monteith gemacht, der im Fernsehen den stets gut gelaunten, blendend aussehenden Football-Quarterback spielte, privat aber schon seit langem gegen seine Drogensucht kämpfte.

„Tragischer Verlust“

„Wir sind so traurig, dass wir bestätigen müssen, dass die Berichte über den Tod von Cory Monteith stimmen“, sagte seine Sprecherin der „USAToday“. „Wir sind geschockt und in Trauer nach diesem tragischen Verlust.“ Der in der kanadischen Provinz Alberta geborene Monteith hatte seit 2009 in der Musical-Comedy-Serie „Glee“ den Herzensbrecher und Quarterback in einem High-School-Footballteam gespielt.

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„Alles und jedes“ an Drogen habe er bereits als 19-Jähriger genommen, gestand Monteith einmal in einem Interview. „Ich habe Glück, noch am Leben zu sein.“

Aufenthalt in Entzugsklinik

Vor wenigen Monaten dann ein Rückfall. Im April verbrachte Monteith mehrere Wochen in einer Entzugsklinik. Danach schien es ihm zunächst besser zu gehen. Fotos zeigten ihn im Urlaub mit seiner langjährigen Freundin und „Glee“-Kollegin Lea Michele, die ihn immer wieder öffentlich bei seinem Entzug unterstützt hatte. Auch auf dem roten Teppich ließ er sich wieder blicken. Ob es dennoch die Drogen waren, die ihm am Ende das Leben kosteten, soll eine Autopsie seiner Leiche am Montag klären.

Die Karriere des 1982 in der kanadischen Provinz Alberta geborenen Schauspielers hatte erst so richtig begonnen. Lange hatte er nur kleine Film- und Fernsehrollen ergattern können, bis ihm 2009 als singender und tanzender Herzensbrecher Finn Hudson in der mehrfach ausgezeichneten Musical-TV-Serie „Glee“ der Durchbruch gelang. Monteith galt als großes Talent und hatte gerade zwei Filme abgedreht.

Schauspieler erschüttert

Schauspiel-Kollegen und Freunde zeigten sich erschüttert über den plötzlichen Tod des jungen Schauspielers. Sie sei „so traurig“, twitterte das TV-Sternchen Kim Kardashian. Monteith sei ein „talentierter und lieber Junge“ gewesen, schrieb Rumer Willis, Tochter der Schauspieler Demi Moore und Bruce Willis. „Was für ein tragischer Verlust eines so talentierten jungen Mannes“, schrieb die Schauspielerin Zooey Deschanel und Monteiths „Glee“-Kollegin Lauren Potter twitterte: „Ich habe Cory so sehr geliebt, mein Herz tut so weh.“ (APA/dpa)