Nord- und Südkorea: Neue Gespräche über Industriepark

Die gemeinsame Sonderwirtschaftszone Kaesong ist bereits set mehreren Monaten geschlossen. Neue Gespräche am Montag blieben wie jene in der vergangenen Woche ohne greifbares Ergebnis.

Seoul – Süd- und Nordkorea haben Gespräche über die Wiederinbetriebnahme ihres seit April geschlossenen Industrieparks in Kaesong vorerst ohne greifbares Ergebnis beendet. Es habe Differenzen gegeben, teilte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul am Montag mit. Der Norden sei auf Forderungen Südkoreas, durch die eine einseitige Schließung künftig verhindert werden solle, nicht eingegangen. Pjöngjang habe aber bekräftigt, die Sonderwirtschaftszone in der nordkoreanischen Grenzstadt solle so bald wie möglich wiedereröffnet werden. Die vierte Verhandlungsrunde soll am Mittwoch in Kaesong fortgesetzt werden. Beide Seiten hatten sich in diesem Monat grundsätzlich auf einen Weiterbetrieb der südkoreanischen Fabriken in Kaesong geeinigt.

Seoul fordert den Angaben zufolge eine Garantie, die die Sicherheit der südkoreanischen Pendler gewährleistet. Auch die Anlagen und Produkte der südkoreanischen Unternehmen sollen besser abgesichert werden. Die Regierung in Seoul wolle, dass der rechtliche Rahmen für einen stabilen Betrieb in der Sonderwirtschaftszone künftig internationalen Standards entspreche, sagte die Sprecherin weiter.

Die Gespräche sind nach den heftigen Spannungen beider Länder in den vergangenen Monaten ein Anzeichen für eine zaghafte Annäherung. Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte die Sonderzone vor mehr als drei Monaten „vorübergehend“ geschlossen. Die Spannungen in der Region hatten sich vor allem infolge des dritten nordkoreanischen Atomtests im Februar deutlich verschärft. (APA/dpa)


Kommentieren


Schlagworte